Auszeichnung für Jugendliche aus Heilbronn

Die Jugendlichen aus dem Projekt "Der Tugendvogel" sowie das von ihnen entwickelte Spiel; Foto: RAA Berlin

Waltraud-Netzer-Jugendpreis für das Projekt „Der Tugendvogel“

17.11.2021. Für ihr Engagement in dem Projekt „Der Tugendvogel“ erhalten Jugendliche aus Heilbronn in diesem Jahr den Waltraud-Netzer-Jugendpreis des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Sie werden laut Jurybegründung für ihre kreative Auseinandersetzung mit dem deutschen Grundgesetz geehrt.

Zum Tugendvogel-Team gehören 20 Jugendliche aus der Region Heilbronn im Alter zwischen 15 und 22 Jahren. Träger des Projekts sind die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie e.V. (RAA Berlin) am Standort Heilbronn. In gemeinsamen Workshops hat das Team die ersten zwölf Artikel des Grundgesetzes analysiert, aktuelle Bezüge hergestellt und daraus ein Kartenspiel für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren entwickelt. Die Inhalte werden mit viel Spaß verinnerlicht, es kann ernsthaft diskutiert, aber auch humorvoll getrickst werden. Die beteiligten Jugendlichen bringen Gleichaltrigen darüber hinaus die in der Verfassung vermittelten Werte über ihren Instagram-Kanal und in Schul-Workshops näher. 

Der Vorsitzende von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und Präsident des Bundesverfassungsgerichtes a.D. Andreas Voßkuhle sagt: „Das Engagement der Jugendlichen aus Heilbronn ist umso wertvoller in Zeiten, in denen die Unabhängigkeit von Verfassungsgerichten auch in Europa nicht mehr überall gewährleistet ist. Das Tugendvogel-Kartenspiel verdeutlicht in spielerischer Art und Weise, dass das Grundgesetz die unterschiedlichsten Bereiche unserer Lebenswirklichkeit prägt.“

Die feierliche Preisverleihung, die eigentlich am 20. November 2021 im Rathaus Münster stattfinden sollte, muss aufgrund der Pandemie-Situation leider zunächst verschoben werden.

 

Der Waltraud-Netzer-Jugendpreis von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. ist mit 1.500 Euro dotiert und zeichnet seit 2010 Jugendprojekte aus, die sich aktiv mit der Vergangenheit auseinandersetzen und/ oder die Entwicklung einer lebendigen Demokratie befördern. Der Preis wird gestiftet von der Gesundheitsbetriebe Dr. Nikolaus Netzer Verwaltungs GmbH. Diese übernimmt auch die Veranstaltungskosten der Preisverleihung.
Der Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. verbindet seit 1993 historische Erinnerungsarbeit mit dem Einsatz für die Demokratie. Mehr als 2 000 Mitglieder in 36 regionalen Arbeitsgruppen stellen jährlich 600 Veranstaltungen auf die Beine. Themen sind die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen, dem Unrecht des SED-Regimes und verschiedenen Formen des politischen Extremismus. Mehr auf der Seite: https://www.gegen-vergessen.de/verein/preise/

 

Pressekontakt: Liane Czeremin: czeremin(at)gegen-vergessen.de