Nationalsozialismus

Die zwölf Jahre Nationalsozialismus haben in Europa tiefe Spuren hinterlassen. Ohne Kenntnisse über diese Zeit lassen sich viele aktuelle gesellschaftliche Debatten und Probleme gar nicht nachvollziehen. Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. möchte über die menschenverachtende NS-Politik informieren, die Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen wachhalten und widerständiges Verhalten gegen den Nationalsozialismus würdigen. Dabei gilt es, immer wieder neue Methoden der Geschichtsvermittlung und neue Formen des Gedenkens zu entwickeln.

Schwerpunktprojekte und Initiativen

Praktische Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft
In einem Handbuch, das Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.  für die Bundeszentrale für politische Bildung erstellt hat, wird u.a. die Verfolgung von Juden, Sinti und Roma, Homosexueller und anderer gesellschaftlicher Gruppen in der Zeit des Nationalsozialismus thematisiert.

Kinder über den Holocaust
Unmittelbar nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs führten Vertreter der Jüdischen Historischen Kommission in Polen Interviews mit überlebenden Kindern durch. 55 dieser Kinderberichte erschienen 2008 zum ersten Mal auf Deutsch in der Quellenedition „Kinder über den Holocaust“. Auf Basis dieser Quellen entstand in den Jahren 2008 bis 2009 am Theater der Jungen Welt in Leipzig die Theaterinstallation „Kinder des Holocaust“, die u.a. auch in Israel aufgeführt wurde. Quellenedition und Theatercollage werden ergänzt durch eine didaktische Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer sowie durch einen theaterpädagogischen Materialienkoffer für schulische und außerschulische Bildung.

"Euthanasie"-Opfer und Zwangssterilisierte
Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft "Bund der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten" setzt sich Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. dafür ein, dass die Leiden dieser Opfergruppe in angemessener Weise gewürdigt werden.

Kriegsverräter
Seit September 2007 setzte sich Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. vehement für die Rehabilitierung der im Nationalsozialismus als sogenannte Kriegsverräter verurteilten, hingerichteten Opfer der Wehrmachtsjustiz ein.

Sowjetische Kriegsopfer
Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. setzt sich zusammen mit Partnern dafür ein, dass die flächendeckende Verfolgung von Zivilisten, vor allem aber der millionenfache Mord an der Zivilbevölkerung und an Kriegsgefangenen in der Sowjetunion einen angemessenen Platz im Gedächtnis Deutschlands finden.

Aktuelles

Studentische Hilfskräfte gesucht

Die Geschäftsstelle von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. sucht derzeit zwei Studentische Hilfskräfte (w/m/d). Die Stellenausschreibungen finden Sie auf...

Birgit Kipfer: "Neue Orte des Gedenkens in Stuttgart: ehemalige Gestapo-Zentrale und NS-Justiz"

Das Land Baden-Württemberg und speziell seine Landeshauptstadt Stuttgart haben sich bei der Aufarbeitung ihrer Geschichte während der NS-Diktatur über viele...

Veranstaltungen

Lesung + Diskussion: "Mod Helmy. Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete"

Mitte Museum. Regionalgeschichtliches Museum für Mitte, Tiergarten, Wedding in Berlin, Pankstraße 47, 13357 Berlin

Vortrag: "Von der Zeugniskraft des Materiellen"

Dokumentationszentrum Rathaus Tailfingen, Hauptstraße 39, 71126 Gäufelden - Tailfingen

Film + Gespräch: "Härte macht nicht hart. Max Mannheimer erzählt aus seinem Leben"

Volkshochschule, Stadtbereichszentrum Süd, Albert-Roßhaupter-Straße 8, 81369 München

Film + Gespräch: "Nebel im August"

Holi Filmtheater, Bismarckstraße 12, 74613 Öhringen

Film und Gespräch mit dem Regisseur: "Der Krieg in mir"

Mauerwerk (Kino), Hindenburgstr. 32, 71083 Herrenberg

Jahrestagung und Mitgliederversammlung der AvS 2020

Kurt-Schumacher-Haus, Kurt-Schumacher-Allee 10 , 20097 Hamburg

Buchvorstellung: "Protest und Menschlichkeit. Die Widerstandsgruppe »Onkel Emil« im Nationalsozialismus"

Carl-Amery-Saal im Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Straße 5, 81667 München

Vortrag: "Jüdische Rechtsanwälte ohne Recht im NS-Regime"

Das Offene Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt

Vortrag: "75 Jahre danach - Bilanz und Ausblick"

VHS im Stadtfenster, Eintritt frei, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg