Kompetenznetzwerk für das Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft

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Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ haben zu Beginn des Jahres 2020 mehrere Kompetenzzentren und Kompetenznetzwerke ihre Arbeit aufgenommen. Ihre Aufgabe ist es, als Ansprechpartner für Projekte zu den verschiedenen Schwerpunkten des Programms zu fungieren sowie ihre inhaltliche Expertise weiterzuentwickeln und diese in die gesellschaftlichen Debatten einzubringen. Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. ist Mitglied im Opens external link in new windowKompetenznetzwerk für das Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft:

Dieses Kompetenznetzwerk ist dem Leitbild einer Kultur der Gleichwertigkeit verpflichtet, wie es im deutschen Grundgesetz und in der EU- Grundrechte-Charta verankert ist. Das Netzwerk versteht sich als Zusammenschluss von Trägern, die das Selbstverständnis Deutschlands als Gesellschaft in Vielfalt sowie eine gleichberechtigte Teilhabe und Repräsentanz in der Migrationsgesellschaft fördern wollen.

Das Kompetenznetzwerk unterstützt und berät Akteure im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Dazu bietet es Know How, Methoden und Instrumente an, die geeignet sind, auch Menschen zu überzeugen, die der Migrationsgesellschaft bislang mit Skepsis gegenüberstehen. Darüber hinaus will das Netzwerk die Basis jener mobilisieren, die schon heute eine offene Gesellschaft befürworten.

Das Opens external link in new windowKompetenzzentrum besteht aus fünf Organisationen:

  • Der Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V. bietet didaktische Expertise und Qualifizierungsmaßnahmen zur politischen Bildungsarbeit mit gegenüber der Einwanderungsgesellschaft skeptisch eingestellten Zielgruppen an und verfügt über ein bundesweites Netzwerk der in diesem Themenfeld agierenden Migrantenorganisationen.
  • Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. bringt seine langjährige Erfahrung und Expertise in der Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens und des konstruktiven Dialogs auf verschiedenen Ebenen ein und erreicht mit seiner bundesweiten Basisstruktur der Regionalen Arbeitsgruppen und seines weitverzweigten Qualifizierungs- und Beratungsnetzwerkes auch Regionen, in denen eher weniger Migranten leben.
  • Die neuen deutschen organisationen e.V. (ndo) verfügen über ein ausgeprägtes Netzwerk in die Zivilgesellschaft und die Medienlandschaft, zu Stiftungen und Behörden. Mit einer postmigrantischen Perspektive verfügen die ndo über Expertise, vermitteln als Servicestelle Expert*innen und bieten Qualifizierungsmaßnahmen zum Themengebiet.
  • Die Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa berät, qualifiziert und unterstützt junge Menschen mit Peer Projekten und dialogischen Formaten, sich frühzeitig mit Demokratie und Teilhabe im Kontext von Pluralismus und Differenz auseinanderzusetzen.
  • Die Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. (TGD) arbeitet mit ihren Landesverbänden bundesweit für Teilhabe, Gleichstellung und Diversitätsorientierung. Die TGD nutzt ihre Geschäftsstellen zur Beratung und Förderung von anderen Migrantenorganisationen sowie zur Vernetzung miteinander, mit der etablierten Zivilgesellschaft, mit Politik und Verwaltung, um die Einwanderungsgesellschaft auf allen föderalen Ebenen effektiv zu gestalten.