Hans Otto Bräutigam erhält den Preis „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ 2019 für sein Lebenswerk

Dr. Hans Otto Bräutigam wird für sein Lebenswerk geehrt. Wie kaum ein anderer verkörpert er die Bemühungen um eine deutsch-deutsche Verständigung bereits seit der „neuen Ostpolitik“ der sozial-liberalen Bundesregierung in den 1970er-Jahren. Als Mitarbeiter und späterer Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR half er, vielen Menschen in Ost und West den Alltag im geteilten Deutschland zu erleichtern. Er trug dazu bei, durch Zusammenarbeit Feindbilder abzubauen und eine Grundlage dafür zu schaffen, dass eine Vereinigung möglich wurde.

Seit 1990 hat Bräutigam als Justiz- und Europaminister in Brandenburg den schwierigen Transformationsprozess in den Landesbehörden, im Strafvollzug und bei der Aufarbeitung des DDR-Unrechts mitgestaltet. Dabei setzte er sich für einen fairen Umgang mit den DDR-Biographien ein.

Sowohl als Minister als auch anschließend als Vorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ hat er sich darüber hinaus für die Erinnerung an den Nationalsozialismus und für ein konsequentes Eintreten gegen rechtsextremistische Aktivitäten stark gemacht. Im gesamten Wirken Hans Otto Bräutigams zeigt sich das grundlegende demokratische Prinzip, dass Verständigung auf Haltung, Kompromissbereitschaft und Dialog beruht.

Die feierliche Initiates file downloadPreisverleihung findet am 23. November 2019 von 19.00-20.30 Uhr im Rathaus in Karlsruhe statt.