Beirat

Die Arbeit von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. wird durch einen Beirat unterstützt, in dem sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammengefunden haben. Die Mitglieder des Beirats werden vom Vorstand berufen.

Vorsitzende

Prof. Dr. Rita Süssmuth

Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit a.D.; Präsidentin des Deutschen Bundestags a.D.,

Geboren 17. Februar 1937 in Wuppertal. Süssmuth studierte Romanistik, Geschichte, Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie in Münster, Tübingen und Paris und arbeitete anschließend als wissenschaftliche Assistentin, Dozentin und schließlich als Professorin an der Pädagogischen Hochschule Ruhr. Sie gehörte von 1987 bis 2002 für die CDU dem Deutschen Bundestag an. Süssmuth amtierte von 1985 bis 1988 als Bundesministerin für Jugend, Familie (Frauen) und Gesundheit, von 1988 bis 1998 als Bundestagspräsidentin. Sie engagiert sich in vielen Vereinen und Institutionen, wie zum Beispiel im Interkulturellen Rat, im Beirat des „Wissenschaftskollegs für Zuwanderungsfragen“, in der internationalen „Society für International Development Project on the Future of Asylum and Migration“. Seit 2005 ist Süssmuth Präsidentin des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt.

stellvertretender Vorsitzender

Prof. Dr. Richard Schröder

Vorstandsvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung

Geboren 26. Dezember 1943 in Frohburg. Schröder studierte Theologie und Philosophie und arbeitete dann zunächst als Pfarrer in Wiederstedt. Von 1977 an unterrichtete er Philosophie in Berlin und Naumburg. 1990 war Schröder für die SPD Mitglied der DDR-Volkskammer und anschließend des Deutschen Bundestages. Er ist seitdem auch Mitglied der Grundwertekomission und seit 2001 im Nationalen Ethikrat vertreten. 1993 und 1994 amtierte Schröder als Dekan der Berliner Humboldt-Universität, bis 2009 war er zudem Verfassungsrichter in Brandenburg. Schröder ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung.

Mitglieder

Prof. Dr. Hubert Burda

Verleger

Geboren 9. Februar 1940 in Heidelberg. Burda studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Soziologie und wurde nach mehreren Volontariaten in Werbeagenturen und Verlagen der USA zunächst Verlagsleiter der Zeitschrift „Bild und Funk“. 1986 übernahm er von seinem Vater die Burda Holding als alleiniger Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender. Seit 2010 steht er dem in Hubert Burda Media umbenannten Verlag als Verleger vor. Burda gründete Stiftungen zur Förderung von Literaturprojekten, Völkerverständigung und Wissenschaft. Er setzt sich für die deutsch-jüdische Aussöhnung ein und beteiligte sich u.a. finanziell an der Produktion einer englischsprachigen CD-ROM der Shoah Foundation (Survivors of the Shoah Visual History Foundation) von Steven Spielberg, so dass sie etwa Schulen als Unterrichtsmaterial zur Verfügung steht.

 

Rainer Braam

Unternehmer

Geboren 1954 in Essen. Braam studierte Geschichte und Germanistik und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Ruhruniversität Bochum. Er war Mitgründer und später Geschäftsführer eines alternativen Zeitungsprojekts im Ruhrgebiet, dann geschäftsführender Gesellschafter der Prokom GmbH. 1989 eröffnete Braam die B&W Media-Service GmbH, eine Werbeagentur mit Verlag und Druckereibetrieb. 2008 gründete er die gemeinnützige Frauke-Weber-und-Rainer-Braam-Stiftung, die u.a. auch Stifterin des Preises "Gegen Vergessen - Für Demokratie" ist.

Dr. Thomas Goppel

Mitglied des Landtages von Bayern, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Kunst und Sport a.D.

Geboren 30. April 1947 in Aschaffenburg. Goppel studierte für das Lehramt an Volksschulen und war ab 1970 vier Jahre lang im Schuldienst tätig. Dann wurde er für die CSU in den Bayerischen Landtag gewählt, dem er bis heute angehört. Goppel war 1990 Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, 1994 Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen. Von 1998 bis 1999 amtierte er als Generalsekretär der CSU. Als Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Bayern gehörte Goppel von 2003 bis 2008 erneut der bayerischen Landesregierung an. Seit 2008 ist er Präsident des Bayerischen Musikrates.

Prof. Dr. Berthold Leibinger

Gesellschafter der Trumpf GmbH & Co. KG

Geboren 26. November 1930 in Stuttgart. Leibinger ist gelernter Mechaniker und studierte anschließend Maschinenbau in Stuttgart. Er arbeitete zunächst bei Cincinnati Milling Machines in den USA. Seit 1962 war Leibinger Gesellschafter der Firma Trumpf und ab 1966 Technischer Geschäftsführer, von 1978 bis 2005 war er Vorsitzender der Geschäftsführung. Danach wechselte er in den Aufsichtsrat der Unternehmensgruppe. Leibinger gründete 1992 eine Stiftung, die kulturelle, wissenschaftliche, kirchliche und wohltätige Projekte unterstützt.

Friedrich Schorlemmer

Theologe und Bürgerrechtler

Geboren 16. Mai 1944 in Wittenberge. Schorlemmer studierte Theologie in Halle-Wittenberg und arbeitete anschließend unter anderem als Studentenpfarrer, Dozent und Prediger, zudem war er einer der Protagonisten der Oppositionsbewegung in der DDR. Von 1992 bis 2007  fungierte Schorlemmer als Studienleiter der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt. Er ist Mitherausgeber der politisch-wissenschaftlichen Monatszeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“ und der Wochenzeitung „Freitag“. Schorlemmer ist Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission sowie des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und im Netzwerk attac.

Walther Seinsch

Unternehmer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg

Geboren 21. Oktober 1941. Seinsch absolvierte eine Lehre zum Steuerberater und war anschließend Mitgründer einer Kette von fünf Bekleidungsgeschäften, die später in das Unternehmen „Modea Bekleidungsmarkt GmbH“ beziehungsweise Takko eingebracht wurden. 1996 wechselte er kurzzeitig in die Geschäftsführung von KiK.  Ebenfalls 1996 gründete er die Stiftung „Erinnerung Lindau“, die sich mit der historisch-wissenschaftlichen Aufarbeitung des Nationalsozialismus‘ beschäftigt.Von 2000 bis 2014 stand Seinsch dem Fußballverein FC Augsburg vor.

Barbara Stamm

Mitglied und Präsidentin des Bayerischen Landtages

Geboren 29. Oktober 1944 in Bad Mergentheim. Stamm ist gelernte Erzieherin und war zudem ehrenamtlich in der Jugendarbeit der Diözese Würzburg tätig. Seit 1976 sitzt sie für die CSU im Bayerischen Landtag, seit 2008 ist sie Landtagspräsidentin. Stamm fungierte unter anderem als Staatssekretärin und von 1994 bis 2001 als Gesundheitsministerin in Bayern. Seit 2001 ist sie Vorsitzende der Lebenshilfe in Bayern.

Dr. Monika Wulf-Mathies

Gewerkschafterin, EU-Kommissarin a.D.

Geboren 17. März 1942 in Wernigerode. Wulf-Mathies studierte Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaftslehre in Hamburg und Freiburg und wurde 1971 Hilfsreferentin in der Pressestelle des damaligen Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller, 1973 wechselte sie ins Bundeskanzleramt unter Willy Brandt. 1976 wurde sie in den geschäftsführenden Hauptvorstand der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) berufen. Von 1982 bis 1994 war sie Vorsitzende der ÖTV. Anschließend ging sie bis 1999 als EU-Kommissarin für Regionalpolitik und Kohäsion nach Brüssel. Wulf-Mathies ist Ehrenpräsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland.