Widersprechen! Aber wie? Argumentationstraining gegen rechte Parolen

„Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“, „Schwule haben AIDS“, „Muslime sind doch alle Terroristen!“

Solche Sprüche machen erstmal sprachlos.

Das Argumentationstraining gegen rechte Parolen vermittelt, wie in solchen Situationen gehandelt werden kann. Der Schwerpunkt liegt darin, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln und diesen selbstbewusst zu vertreten. Dabei werden ganz praktisch argumentative Strategien und rhetorische Kniffe eingesetzt.

Jugendliche trainieren Jugendliche: Für Schulen und andere Bildungseinrichtungen bietet Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. auch ein Peer-Konzept an, mit dem das Argumentationstraining dauerhaft verankert werden kann.

Im Argumentationstraining gegen rechte Parolen kann man lernen, in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Die Teilnehmenden entwickeln dabei eine eigene innere Haltung zu Vorurteilen und Diskriminierung im (Schul-)Alltag. Sie lernen zu erkennen, wann für sie selbst eine Grenze des Tolerablen erreicht ist und werden dazu befähigt, sich selbstbewusst gegen diskriminierende Sprüche zu positionieren.

Um ihre Argumentationsfähigkeit zu stärken, eignen sich die Teilnehmenden unterschiedliche Strategien an und lernen, diese je nach Situation bewusst und zielorientiert einzusetzen. Sie erfahren etwas über Vorurteile und Diskriminierungsmechanismen, analysieren menschliches Kommunikationsverhalten und setzen sich mit Beweggründen und Motiven auseinander, die hinter einem diskriminierenden Spruch stecken können. Darüber hinaus erwerben sie Hintergrundwissen, um auch sachlich argumentieren zu können. Im Training wird größtenteils ganz praktisch geübt, wie man gegen diskriminierende Sprüche  argumentieren kann. Es gibt dabei kein richtig oder falsch. Es ist ein Training für den Fall der Fälle, das die Jugendlichen nicht nur in schwierigen Situationen, sondern auch in jeder anderen Lebenslage anwenden können. Ziel ist es, die Persönlichkeit der Teilnehmenden als Grundlage für zivilcouragiertes Verhalten zu stärken.

Das Argumentationstraining ist ein Peer-Training für Jugendliche und junge Erwachsene. Dabei werden im ersten Schritt Jugendliche ab 16 Jahren bzw. Schüler/innen der 10. Klasse (Peers) von Coaches von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. trainiert. Im zweiten Schritt können sie sich zu Peercoaches ausbilden lassen, um  anschließend selbst weitere Jugendliche zu trainieren. Auf diese Weise kann das Training nachhaltig an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen verankert werden. Bei Interesse melden Sie sich gern in der Geschäftsstelle von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Initiates file downloadFlyer Argumentationstraining gegen rechte Parolen

 

Kontakt:

Ansprechpartnerinnen: Katharina Weber, Sarah von Oettingen.

Stauffenbergstraße 13-14 10785 Berlin. Fon +49 (0)30/26 39 78-3. Fax ++49 (0)30/26 39 78-40

weber@gegen-vergessen.de;

vonoettingen(at)gegen-vergessen.de;

www.gegen-vergessen.de

 

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AKTUELL:

Ausschreibung: Coaches gesucht!

Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. sucht für das Argumentationstraining gegen rechte Parolen ab sofort engagierte Menschen, die Freude daran haben, Jugendliche und junge Erwachsene auf Honorarbasis als Trainer/in durch das Argumentationstraining zu führen. Voraussetzungen sind Vertrautheit mit dem Ansatz der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“, Spaß an der außerschulischen Arbeit für und mit jungen Menschen, zeitliche Flexibilität und hohes persönliches Engagement. Die Trainings finden m.E. zweitägig an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen im ganzen Bundesgebiet statt.

Die nächste Coach-Ausbildung findet voraussichtlich im Frühjahr 2017 in Berlin statt und ist kostenlos.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen und bitten bzgl. der Terminbekanntgabe noch um ein wenig Geduld.

Fragen und Anmerkungen können Sie jederzeit an die Geschäftsstelle von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. richten.