31.10.2011. Opfer der NS-"Euthanasie" - gedenken und informieren

Am 29. Oktober 2011 hat die Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., bundesweit in 26 Regionalen Arbeitsgemeinschaften mit über 2.000 Mitgliedern tätig, ihre Jahresversammlung in Bremen abgehalten. In einer Entschließung der Mitgliederversammlung stellt Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. fest:

 

Der Kulturausschuss des Deutschen Bundestages hat am 26. Oktober 2011 dem Antrag von CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen zugestimmt, das auf dem Vorplatz der Philharmonie in Berlin-Tiergarten bestehende Denkmal für die Opfer der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) aufzuwerten. Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. begrüßt ausdrücklich diese Entscheidung als einen wichtigen Schritt zur Würdigung einer Opfergruppe, die jahrzehntelang im öffentlichen Erinnern kaum wahrgenommen wurde. Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. betont, dass es neben dem Erinnern und Gedenken darauf ankommt, in Berlin über die Planung der „Euthanasie“, über die Täter und Opfer aufzuklären. Dabei ist auch über die schwierige Situation der „Euthanasie“-Geschädigten in der Zeit nach 1945 und den öffentlichen Umgang mit dieser Opfergruppe angemessen zu informieren.

Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. fordert den Deutschen Bundestag auf, die Ausgestaltung der im Antrag vorgesehenen Informationskomponente mit Nachdruck zu betreiben.