Fortbildungsprojekt mit theaterpädagogischen Materialienkoffer "Kinder des Holocaust"

Der theaterpädagogische Materialienkoffer enthält eine Sammlung verschiedener Spielanregungen und Rechercheaufgaben, eine Dokumentenmappe mit Karten und Zeitungsartikel, die für die Übungen notwendigen Utensilien sowie die Quellenedition „Kinder über den Holo-caust“. Die Übungen, die mit dem Inhalt des theaterpädagogischen Koffers durchgeführt werden können, sollen zur spielerischen Annäherung und Vertiefung der Holocaust-Thematik dienen. Die Improvisationen und der Umgang mit den Überlebensberichten sollen Jugendliche einen assoziativen Zugang zum Thema „Kindheit und Jugend im Holocaust“ ermöglichen.

Ziel der eintägigen Fortbildung ist es, den LehrerInnen Methoden und Kompetenzen zu ver-mitteln, die es ihnen ermöglichen, einen individuellen Theaterworkshop für SchülerInnen zusammenzustellen und anzuleiten. Der Workshop beginnt zunächst mit einer Einführung in das Thema Holocaust und in die spezifische Problematik der Kinderberichte, die der theater-pädagogischen Materialiensammlung zu Grunde liegen. Als Referentin zu diesem Themen-kreis wird jeweils Elisabeth Kohlhaas, Mitherausgeberin der Quellenedition „Kinder über den Holocaust“, eingeladen.

Die Durchführung des Workshops erfolgt durch die Theaterpädagogin Bettina Frank oder durch ihre Kollegin Helen Lauchart. Präsentiert und erprobt werden unterschiedliche Ansätze aus Improvisation, Textbezug und Körperarbeit anhand unterschiedlicher Themenkomplexe aus den Kinderberichten, wie z.B. „Verluste“, „Blick auf die Erwachsenen“ oder „Was bleibt“. Dabei werden die Anforderungen an die Spielleiter eines Workshops zum Thema Holocaust in den Blick genommen.

Der theaterpädagogische Materialienkoffer soll im Anschluss an die Fortbildung in der Region verbleiben und steht damit für die Arbeit an Schulen und Jugendbildungsstätten zur Ver-fügung.

Seminarvorbereitung
Einige der Kinderberichte werden den TeilnehmerInnen vor Beginn des Workshops zur Ver-fügung gestellt und sollten bei Seminarbeginn gelesen sein.

Kosten
Die Kosten des Seminars werden von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ übernommen. Ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben.

Teilnehmerzahl
Mindestens 15, maximal 20 TeilnehmerInnen

Veranstalter
Die Lehrerfortbildung wird von Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. in Zusammenarbeit mit dem Theater der Jungen Welt Leipzig durchgeführt.