Lesung und Gespräch: Hermann Vinke - Ich sehe immer den Menschen vor mir. Das Leben des deutschen Offiziers Wilm Hosenfeld

Donnerstag, 11. Februar 2016

19.00 Uhr, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, 10785 Berlin, 2. Etage, Saal B,

Lesung: Hermann Vinke, anschließend Gespräch mit dem Sohn Wilm Hosenfelds. Dr. Detlev Hosenfeld.

Wilm Hosenfeld rettete im besetzten Warschau nicht nur den polnischen Pianisten Wladyslaw Szpilman, dessen (Über-) Lebensgeschichte Roman Polanski unter dem Titel "Der Pianist" verfilmte, sondern weitaus mehr Menschen. "Ich versuche jeden zu retten, der zu retten ist", schrieb Hosenfeld 1944 an seine Frau Annemarie. 64 Jahre später wurde er dafür mit dem polnischen Orden Polonia Restituta geehrt und Yad Vashem ernannte ihn postum zum "Gerechten der Völker".

Der bekannte Autor Hermann Vinke ruft mit seinem neuen Buch über den deutschen Offizier Wilm Hosenfeld einfühlsam und kenntnisreich ein Leben in Erinnerung, das von Mut und Menschlichkeit zeugt. Er schildert in vier Kapiteln die außergewöhnliche Geschichte Wilm Hosenfelds, indem er dessen Warschauer Tagebuch und Briefe auswertete sowie Gespräche mit der Witwe Szpilmans und den Kindern Hosenfelds führte. So entsteht ein beeindruckendes Bild eines Mannes, der "zunächst ein überzeugter Nationalsozialist war und schließlich tief bewegt und erschüttert von Leid und Elend die Menschlichkeit über Eid und Befehle stellte."

Hermann Vinke erhielt für sein Buch "Das kurze Leben der Sophie Scholl" den Deutschen Jugendbuchpreis und sehr positive Kritiken für seine Werke "Fritz Hartnagel: Der Freund von Sophie Scholl" und "Cato Bontjes van Beek. Ein Porträt".

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand sowie der Regionalen Arbeitsgruppe Berlin von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.