Lesung: "Außer dem Leben können sie Dir ja nichts nehmen" - Briefwechsel zwischen Freya und Helmut James von Moltke

Donnerstag, 31. Oktober 2019, 11:00 Uhr

Haus der Geschichte/Hessisches Staatsarchiv, Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt

Dies ist eine Veranstaltung von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Regionale Arbeitsgruppe Südhessen, in Kooperation mit: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Geschichtswerkstatt Darmstadt

Dialogische Lesung. Eine Veranstaltung für Schulklassen und die interessierte Öffentlichkeit mit den beiden Berliner Schauspielern Claudia Schwartz und Jan Uplegger

Helmuth James von Moltke war der Kopf der Widerstandsgruppe um den Kreisauer Kreis. Er brachte auf seinem Gut Oppositionelle zusammen, um mit ihnen an einer Nachkriegsordnung für ein demokratisches, in Europa integriertes Deutschland zu arbeiten. Dafür wurde er hingerichtet.

Die Lesung aus den Abschiedsbriefen zwischen September 1944 und Januar 1945 vermittelt einen Einblick davon, welchen Mut, Überlebenswillen und strategischen Verstand er und seine Frau Freya besaßen. In diesen Briefen erzählt sich auch eine große Liebesgeschichte, die vor dem Tod nicht halt macht. Diesen beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten wirken nicht wie Figuren aus einer fernen Zeit, sondern sprechen mit ihrem Mut und ihrer unerschütterlichen Zuversicht ganz gegenwärtig zu uns.

 

Jan Uplegger erhielt seine Schauspielausbildung in Wien und Paris. Nach Engagements in verschiedenen Städten ist er seit 1998 in Berlin auf vielen Bühnen zu Hause. Er ist Sprecher für Deutschlandradio Berlin, verfasst Hörbücher und Hörspiele und engagiert sich beim Internationalen Literaturfestival Berlin.

Claudia Schwartz absolvierte ihre Schauspielausbildung in Dublin. Seit 2004 spielt sie in Theater- und Performancegruppen in Irland, Tschechien, Schweden und Deutschland. Ihr erstes Buch „Meschugge sind wir beide“ erschien im Juni 2017.

 

Die beiden Schauspieler legen einen großen Wert darauf, im Anschluss an ihre Lesung mit den Schülerinnen und Schülern auch über aktuelle Fragen der Ausgrenzung von Minderheiten und Zivilcourage zu diskutieren. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in Deutschland (u.a. der antisemitische Anschlag in Halle am 10. Oktober) ist daher eine interessante Diskussion zu erwarten.

Wichtig: Interessierte Schulklassen möchten sich bitte anmelden unter:

georg-elser-darmstadt@web.de und/oder unter: 0174/1912206.