Veranstaltungen

Buchvorstellung: "Protest und Menschlichkeit. Die Widerstandsgruppe »Onkel Emil« im Nationalsozialismus"

Montag, 30. März 2020, 19:00 Uhr

Carl-Amery-Saal im Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Straße 5, 81667 München

Dies ist eine Veranstaltung von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Regionale Arbeitsgruppe München, in Kooperation mit: Münchner Volkshochschule, Reclam Verlag, Münchner Stadtbibliothek

1938 beschlossen die Journalistin Ruth Andreas-Friedrich und der

Dirigent Leo Borchard, gemeinsam mit Gleichgesinnten Widerstand

gegen das NS-Regime zu leisten. Ihre geheime »Clique« existierte in

Berlin bis zu Borchards Tod 1945 und wurde später unter dem Namen

»Onkel Emil« bekannt. Die Gruppe versorgte politisch Verfolgte und

insbesondere untergetauchte Juden mit Lebensmitteln, Quartier und

Papieren. Sie arbeitete auch mit der Weißen Rose zusammen, deren

Flugblätter sie verbreitete.

Auch die die Tochter von Ruth, die Journalistin Karin Friedrich, die

bis zu ihrem Ruhestand 1992 u.a. für die Süddeutsche Zeitung

arbeitete und 2015 in Gauting starb, war Mitglied der Widerstandsgruppe.

Wolfgang Benz beschreibt vor dem Hintergrund der Judenverfolgung

im »Dritten Reich«, welche Möglichkeiten es gab, Verfolgten und Bedrohten

zu helfen. Vor allem aber erzählt er die bewegende Geschichte

einer kleinen Gruppe von Menschen, die sich unter Lebensgefahr für

andere einsetzte.