Schulprojekt zur DDR-Geschichte: „DEUTSCHE demokratische REPUBLIK“ oder „Wieviel Demokratie brauchen wir?“

Donnerstag, 1. Juni 2017

, 08:00-15:30 Uhr

Kampstraße 7, 38889 Blankenburg, OT Wienrode, Pestalozzischule

Veranstaltung der Regionalen Arbeitsgruppe Sachsen-Anhalt von „Gegen Vergessen - Für Demokratie“ e.V. in Kooperation mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Refrententeam Annette Hildebrandt und Lothar Tautz mit Christa Hartmann

Bei diesen Unterrichtsprojekten handelt es sich um didaktisch und methodisch vorbereitete und die jeweilige Altersstufe ansprechende Doppelstunden. Der Beauftragten und dem Demokratieverein ist es in diesem Jahr ein besonderes Anliegen, die DDR mit einer Gesamtschau in den Blick zu nehmen. Die SED-Diktatur wird also nicht nur von Ihren Defiziten her betrachtet, sondern es werden genauso demokratische Entwicklungen in der Basis der Gesellschaft in den Blick genommen, die in den vier Jahrzehnten des „real existierenden Sozialismus“ zwar konsequent seitens des Staates unterdrückt wurden, aber auch immer wieder neu entstanden und zuletzt zum erfolgreichen Aufbau einer parlamentarischen Demokratie führten.

 

Charakteristisch ist bei diesem Projekt, dass in der Ergebnisphase die Frage nach der aktuellen Bedeutung der Demokratie gestellt und gemeinsam mit den Jugendlichen nach Antworten gesucht wird. Dies geschieht angesichts des erstarkenden Populismus in unserem Land und ganz Europa, dessen Diagnose die „ZEIT“ am 4. August die Schlagzeile formulieren ließ: „Der Kampf um die Demokratie hat begonnen“.

 

Unsere Referenten Annette Hildebrandt (Berliner Pfarrerstochter, 1989 Mitbegründerin einer namhaften Oppositionsbewegung und 1990 beim Aufbau demokratischer Strukturen in Ostberlin aktiv beteiligt, heute Leiterin eines im Land Sachsen-Anhalt seit Jahren engagierten Projektbüros für politische Bildung) und Lothar Tautz (Erfurter Arbeiterkind, engagierter Pionier und FDJ´ler, späterer Jugendpfarrer, 1989-90 Moderator am Runden Tisch des Kreises Weißenfels, anschließend leitender Mitarbeiter der letzten DDR-Regierung, heute Sozialkundelehrer) berichten themenbezogen aus ihrem Leben in der DDR mit Unterstützung eigener Publikationen sowie audiovisueller Originalaufnahmen aus der Zeit vor 1990.