Geschäftsführender Vorstand

N.N.,

Vorsitzender

Am 18. März 2012 hat Dr. h.c. Joachim Gauck nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland seinen Rücktritt als Vorsitzender von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. erklärt. Die Belange der Vereinigung werden einstweilen durch die stellvertretenden Vorsitzenden wahrgenommen.

Eberhard Diepgen, Stellvertretender Vorsitzender,

Regierender Bürgermeister von Berlin a.D.

Geboren 13. November 1941 in Berlin. Diepgen ist seit 1962 Mitglied der CDU und wurde bereits vor Abschluss seines Jura-Studiums erstmals in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Seit 1971 ist er im Berliner Landesvorstand der Partei, ab 1983 war er 19 Jahre lang Landesvorsitzender der CDU. Von 1984 bis 1989 und von 1991 bis 2001 war er Regierender Bürgermeister von Berlin mit der bislang längsten Amtszeit. Seit seinem Ausscheiden aus dem Abgeordnetenhaus ist er als Rechtsanwalt in einer Kanzlei für Wirtschaftsrecht tätig. Diepgen wurde 2007 als Nachfolger von Hanna-Renate Laurien zum stellvertretenden Vorsitzenden von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. gewählt.

Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Stellvertretender Vorsitzender,

Historiker

Geboren 3. November 1943 in Pyritz, Pommern. Faulenbach studierte Geschichtswissenschaft, Germanistik, Politikwissenschaft, Philosophie und Pädagogik und promovierte an der Ruhr-Universität Bochum, an der er bis heute als Honorarprofessor lehrt. Faulenbach war von 1982 bis 2007 stellvertretender Direktor des Forschungsinstitutes Arbeit, Bildung, Partizipation. Er war Mitglied in Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur und ist seit 1998 stellvertretender Vorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Seit 1989 amtiert Faulenbach als Vorsitzender der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand. 2003 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. gewählt.

Cornelia Schmalz-Jacobsen, Stellvertretende Vorsitzende,

Ausländerbeauftragte der Bundesregierung a.D.

Geboren 11. November 1934 in Berlin. Schmalz-Jacobsen studierte Sprachen und absolvierte ein Volontariat beim Sender Freies Berlin. Seitdem ist sie als Journalistin tätig. Für die FDP saß sie von 1972 bis 1985 im Münchener Stadtrat, von 1985 bis 1989 war sie Senatorin für Jugend und Familie in Berlin. Von 1988 bis 1991 fungierte Schmalz-Jacobsen als FDP-Generalsekretärin, anschließend bis 1998 als Ausländerbeauftragte der Bundesregierung. 2003 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. gewählt. Schmalz-Jacobsen ist Mitglied des Vorstands des Vereins Humanity in Action.

Bernd Goldmann, Schatzmeister,

ehemaliger Direktor der UBS Deutschland AG, Niederlassung Berlin

Geboren 1945. Goldmann ist gelernter Bankkaufmann und war zuletzt Direktor der deutschen Niederlassung der Schweizer Bank UBS in Berlin. Er ist engagiert in vielfältigen Einrichtungen, unter anderem als Mitglied des Diakonischen Rats des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V., als Verwaltungsratsmitglied der Barmer GEK und Kuratoriumsmitglied der Kaiserin-Friedrich-Stiftung für das ärztliche Fortbildungswesen.

Dr. Ulrich Mählert, Schriftführer,

Zeithistoriker bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Geboren 19. Juni 1968 in Neckarsulm. Mählert studierte politische Wissenschaft, Anglistik und Germanistik in Mannheim und promovierte bei Hermann Weber über die FDJ. Er ist Verfasser des Standdardwerks "Kleine Geschichte der DDR". Mählert war Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und arbeitet seit 1999 als wissenschaftlicher Referent bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Mählert gehört seit 2000 der Historischen Kommission des SPD-Parteivorstandes an.

Dr. Alfred Geisel,

Vizepräsident des Landtages von Baden-Württemberg a.D.

Geboren 23. Juni 1931 in Tübingen. Geisel studierte Rechtswissenschaften in Tübingen und arbeitete anschließend als Staatsanwalt beim Landgericht Ellwangen. Von 1972 bis 1996 gehörte er für die SPD dem Baden-Württembergischen Landtag an und wurde dort 1980 zum Landtagsvizepräsidenten gewählt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag nach 24 Jahren war er Vorsitzender der Volkshochschule Aalen bis 2008 und der Aalener Arbeiterwohlfahrt bis 2005.

Prof. Dr. Johannes Tuchel,

Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Geboren 1957. Tuchel studierte Politikwissenschaften in Hamburg und Berlin und ging anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Seit 1991 ist er Leiter der Gedenkstätte und Geschäftsführer der Trägerstiftung. Von 1988 bis 1991 war er Mitarbeiter im Referat Gedenkstätten der Berliner Senatskanzlei. Seit 1992 ist Tuchel Lehrbeauftragter, seit 2007 Professor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin.

Ehemalige Vorsitzende

Dr. h.c. Joachim Gauck, Vorsitzender von 2003-2012,

Bundespräsident

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock als Sohn eines Kapitäns geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie. Ab 1965 bis 1990 ist er im Dienst der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs, die längste Zeit als Pastor in Rostock, wo er im Nebenamt u.a. auch Stadtjugendpastor und später Leiter der Kirchentagsarbeit seiner Landeskirche war.

Früh wurde er durch seine offenen und kritischen Worte bekannt. 1989 gehörte Joachim Gauck zu den Mitbegründern des Neuen Forum, dessen Sprecher er in seiner Heimatstadt wurde. Im Herbst 1989 war Gauck Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstandes gegen die SED-Diktatur. Er leitete wöchentliche Abendgottesdienste, aus denen sich machtvolle Protestdemonstrationen entwickelten, die auch in Rostock das DDR-Regime beendeten.

Im März 1990 zog er als Abgeordneter der Bürgerbewegungen, die sich im Bündnis 90 zusammengeschlossen hatten, in die zum ersten Mal frei gewählte Volkskammer ein und wurde zum Vorsitzenden des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des MfS (Ministerium für Staatssicherheit) gewählt.

Nach Wahl durch die Volkskammer wurde Joachim Gauck zum 3. Oktober 1990 vom Bundespräsidenten und Bundeskanzler zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes berufen; nach Verabschiedung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes des Deutschen Bundestages Ende 1991 war er Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit Dienstsitz in Berlin. Am 21. September 1995, vom Deutschen Bundestag mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt, wurde er zum 3. Oktober 1995 für eine zweite Amtsperiode berufen, die am 2. Oktober 2000 endete. Eine weitere Amtszeit war nach dem Gesetz nicht möglich.

Im Jahr 2001 moderierte er 14-tägig in der ARD die WDR-Sendung „Joachim Gauck“. Von 2001 bis 2004 war Joachim Gauck deutsches Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien (Ehrenamt).

Von November 2003 bis März 2012 war er als Nachfolger von Dr. Hans-Jochen Vogel und Dr. h. c. Hans Koschnick Bundesvorsitzender der Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Am 30. Juni 2010 kandidierte Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten; am 18. März 2012 wurde er zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

 

Dr. h.c. Hans Koschnick, Vorsitzender von 2000-2003 ,

Bürgermeister von Bremen a.D.

Geboren 2. April 1929 in Bremen. Koschnick absolvierte eine Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst und war in verschiedenen Funktionen in der Bremischen Senatverwaltung beschäftigt. 1950 trat er in die SPD ein, war zwischen 1951 und 1954 als Bezirkssekretär der Gewerkschaft ÖTV tätig. 1955 wurde er Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Koschnick wurde 1963 zum Senator für Inneres in den Senat der Hansestadt Bremen gewählt, von 1967 bis 1985 war er Präsident des Senats, also Regierungschef des Bundeslandes Bremen. Von 1970 bis 1991 war Koschnick Mitglied des Bundesvorstands der SPD und von 1975 bis 1979 stellvertretender SPD-Vorsitzender. In den Jahren von 1987 bis 1994 gehörte Koschnick dem Deutschen Bundestag an, 1996 bis 1996 wurde er von der Europäischen Union als EU-Administrator für Mostar in Bosnien-Herzegowina mit der Koordination des Wiederaufbaus, der Verwaltung und Infrastruktur der kriegszerstörten Stadt beauftragt. Von 2000 bis 2003 war Koschnick Vorsitzender von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.

 

 

Dr. Hans-Jochen Vogel, Vorsitzender 1993-2000 ,

Bundesminister a.D.

Geboren 3. Februar 1926 in Göttingen. Vogel studierte Rechtswissenschaften in Marburg. Nach der Promotion und der Juristischen Staatsprüfung war er im bayerischen Justizministerium, am Amtsgericht in Traunstein und in der bayerischen Staatskanzlei tätig. 1958 wurde Vogel berufsmäßiger Stadtrat, 1960 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München. Von 1972-1981 und von 1983-1991 gehörte er dem Deutschen Bundestag an, seit 1983 als Vorsitzender der SPD-Fraktion. Von 1972 an war Vogel Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, von 1974-1981 Bundesminister der Justiz. 1981 war er Regierender Bürgermeister von Berlin, anschließend bis 1983 Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. 1983 trat er als Kanzlerkandidat für die SPD an. Von 1987 bis 1991 amtierte Vogel als Nachfolger Willy Brandts als Vorsitzender der SPD. Von 1993 bis 2000 war er Gründungsvorsitzender von Gegen Vergessen - Für Demokratie und ist heute noch Mitglied des Kuratoriums des NS-Dokumentationszentrums München.

Vorstand

Dieter Althaus,

Ministerpräsident von Thüringen a.D., Vizepräsident von Magna International

Geboren 29. Juni 1958 in Heiligenstadt. Althaus studierte Mathemathik und Physik und hat bis 1990 als Lehrer gearbeitet. Anschließend ging er für die CDU in den thüringischen Landtag und fungierte von 1992 bis 1999 als Kultusminister. Von 2003 bis 2009 war Althaus Ministerpräsident Thüringens, seit 2000 CDU-Landesvorsitzender sowie Mitglied des Bundesvorstandes seiner Partei. Seit Anfang Januar 2010 ist Althaus Vize-Präsident bei Magna International in Wolfsburg. Althaus engagiert sich als Vorsitzender des Kolping-Bildungswerkes Thüringen e.V., als Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie als kooptiertes Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung.

 

Dr. Andreas H. Apelt,

Bevollmächtigter des Vorstands der Deutschen Gesellschaft e.V.

geboren 12. Januar 1958 in Luckau/Brandenburg. Apelt studierte Geschichte und Germanistik in Berlin. Im Oktober 1989 war er Mitbegründer der Partei Demokra­tischer Aufbruch und wurde 1990 deren Landesvorsitzender in Berlin. Von 1991 bis 2006 war Apelt Mitglied der CDU-­Fraktion des Abgeord­netenhauses von Berlin, 1990 Mitgründer und heute Bevollmächtigter des Vorstands der Deutschen Gesellschaft – Verein zur Förderung politischer, kultureller und sozialer Beziehungen in Europa e.V.

Erik Bettermann,

Intendant der Deutschen Welle

 

Geboren 8. Mai 1944 in Lindenthal (Leipzig). Bettermann studierte Philosophie, Pädagogik und Sozialpädagogik. Von 1971 bis 1982 war er Hauptgeschäftsführer des Deutschen Bundesjugendrings, anschließend Referent im Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit. Außerdem war er Büroleiter beim Vizepräsidenten des Bundestages und stellvertretender SPD-Bundesgeschäftsführer, von 1992 bis 2001 Staatsrat in Bremen. Seitdem ist er Intendant der Deutschen Welle. Bettermann engagiert sich zudem als Mitglied des Kuratoriums der Hein-Kühn-Stiftung und als Vorsitzender des Vereins Internationaler Demokratiepreis Bonn sowie des Gustav-Stresemann-Instituts.

Prof. Dr. Friedhelm Boll,

Historiker am Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung

Geboren 1945. Boll studierte in Bonn und Toulouse Geschichte und arbeitete von 1975 bis 2010 als Historiker am Institut für Sozialgeschichte e.V. in Braunschweig und am Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung. 1993 habilitierte sich Boll in Kassel und wurde dort 1999 zum Professor ernannt.

Wolfgang Bosbach,

Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzender des Innenausschusses

Geboren 11. Juni 1952  in Bergisch-Gladbach. Bosbach absolvierte eine Ausbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt und erreichte das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Anschließend studierte er Jura. Seit 1994 sitzt er mit einem Direktmandat in der CDU-Fraktion des Deutschen Bundestages und war von 2000 bis 2009 stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion. Seit November 2009 hat er den Vorsitz des Innenausschusses inne. Von 2000 bis 2006 war er Mitglied im Kuratorium der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und ist Mitglied des Bundesfachausschusses Innenpolitik und Integration und anderer Institutionen.

Tilo Braune,

Staatssekretär a.D., Geschäftsführer der Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts e.V.

Geboren 11. August 1954 in Rochlitz. Braune ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und seit 1994 an der Klinik für Psychiatrie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Zwischen 1991 und 1994 war er Abgeordneter im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, anschließend im Deutschen Bundestag. 1998 war Braune Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund und von 2002 bis 2005 Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Seit November 2007 ist Braune Geschäftsführer der Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts e.V. und seit dem 22. Juni 2009 Vorsitzender des Trägervereins zur Förderung von Gesundheitstourismus, med in Germany e. V.

Dr. Jürgen Burckhardt,

Staatssekretär a.D., ehemaliges Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung

Geboren 12. Februar 1936. Burckhardt studierte Rechtswissenschaft und arbeitete nach seiner Promotion 1969 an der Universität Bonn in verschiedenen Funktionen im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft, unter anderem als Büroleiter von Klaus von Dohnanyi. 1984 wurde er Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, von 1987 bis 2004 war er Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Ekin Deligöz,

Mitglied des Deutschen Bundestages, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen

geboren 21. April 1971 in Tokat/Türkei. Deligöz studierte Verwaltungswissenschaften in Konstanz und Wien. Seit 1998 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages und fungierte unter anderem als Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und als stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen. Seit 2009 ist sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Deligöz ist Vorstandsmitglied bei UNICEF Deutschland.

Ralf Fücks,

Vorsitzender der Heinrich-Böll-Stiftung

 

Geboren 3. August 1951 in Edenkoben. Fücks studierte Sozialwissenschaften, Ökonomie und Geschichte und engagierte sich in den Studentenbewegungen in Bremen und Heidelberg. Er war als Lehrbeauftragter an der Universität Bremen und als Dozent in der Erwachsenenbildung tätig. Seit 1982 ist er Mitglied der GRÜNEN, er war Sprecher des Bundesvorstandes und von 1991 bis 1995 Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie Bürgermeister in Bremen. Seit 1996 ist Fücks Vorsitzender der Heinrich-Böll-Stiftung.

Prof. Dr. Hansjörg Geiger,

Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz a.D.,

Geboren 1. November 1942 in Brünn. Geiger studierte Rechtswissenschaften in Hamburg und München und war ab 1980 als Referatsleiter beim Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz tätig. 1990 wurde er Direktor beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, 1995 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, 1996 Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Von 1998 bis 2005 war Geiger beamteter Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz. Seit 2003 lehrt er als Honorarprofessor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Verfassungsrecht, Europäisches Recht und Internationales Recht.

Kerstin Griese,

Mitglied des Deutschen Bundestages

Geboren 6. Dezember 1966 in Münster. Griese studierte Neuere und osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaften in Düsseldorf. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Mahn-­ und Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in Düsseldorf. Von 2000­ bis 2009 und seit 2010 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestags. Dort fungierte sie unter anderem als Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit 1995 gehört Griese dem Bundesvorstand der SPD an. Von 2009 bis 2010 war sie hauptamtliches Vorstandsmitglied des Diakonischen Werks der EKD für den Bereich Sozialpolitik.

Dr. Norbert Haase,

Historiker, ehemaliger Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Geboren 1960 in Köln. Haase studierte Neuere und Mittelalterliche Geschichte und Medienwissenschaften in Berlin und wurde 1993 promoviert. Von 1987 bis 1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, 1993/1994 auch wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle Widerstandsgeschichte von Freier Universität Berlin und Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Von 1995 bis 2008 amtierte Haase als Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden. Seit 2008 ist er Referent im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

 

Dr. Werner Jung,

Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

 

Geboren 28. Februar 1954 in Köln. Jung studierte Geschichte, Germanistik und Psychologie und absolvierte ein Volontariat bei der Deutschen Welle. Ab 1986 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und ist seit 2002 dessen Direktor. Jung ist auch stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen und Lehrbeauftragter an der Universität Köln.

Prof. Dr. Alfons Kenkmann,

Professor für Geschichtsdidaktik an der Universität Leipzig

Geboren 13. März 1957 in Waltrop. Kenkmann studierte Geschichte und Germanistik. In den Jahren 1995 bis 1998 unterrichtete er als Geschichtslehrer am Immanuel-Kant-Gymnasium in Münster und war seit 1998 auch Lehrbeauftragter an den Universitäten Dortmund und Münster. Als Hochschulassistent arbeitete er von 1994 bis 1998 am Institut für Didaktik der Geschichte am Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bevor er 1998 Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer des Geschichtsortes Villa ten Hompel in Münster wurde. 2003 wurde Kenkmann zum Professor für Geschichtsdidaktik an der Universität Leipzig berufen. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stiftung Berliner Mauer.

Prof. Dr. Volkhard Knigge,

Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Geboren 1954 in Bielefeld. Knigge studierte Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaft und absolvierte eine Ausbildung in Psychodrama. Seit 1994 leitet er die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora für das ehemalige KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie für das Speziallager Nr. 2 Buchenwald bei Weimar. Außerdem ist er als Professor für Geschichte in Medien an der Universität Jena tätig.

Dr. h.c. Charlotte Knobloch,

Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland

 

Geboren 29. Oktober 1932 in München. Knobloch hat nach dem Besuch der Handelsschule die deutsche Sektion der Women‘s International Zionist Organization mitbegründet und war Schatzmeisterin des Jüdischen Frauenbundes in Deutschland. Seit 1985 ist sie Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, außerdem seit 2003 Vizepräsidentin des Europäischen Jüdischen Kongresses und seit 2005 des Jüdischen Weltkongresses. Von 2006 bis 2010 war sie Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Hannelore Kohl,

Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts und des Landesverfassungsgerichtes in Mecklenburg-Vorpommern

 

Geboren 19.Oktober 1948 in Frankfurt/Main. Kohl studierte Jura und arbeitete zunächst im Regierungspräsidium Darmstadt. Sie war als Senatsleiterin am Hessischen Verwaltungsgerichtshof tätig und ist heute Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern und seit 2008 Präsidentin des Landesverfassungsgerichtes in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 1986 ist sie Vorsitzende der Bundesschiedskommission der SPD.

Dr. Anja Kruke,

Leiterin des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Geboren 1972 in Rahden/Westfalen. Anja Kruke studierte Geschichte, Germanistik und Soziologie an den Universitäten Bielefeld, Bochum und Sussex. Nach Ihrer Promotion begann sie 2004 ihre berufliche Laufbahn im Historischen Forschungszentrum in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn. 2005 wurde sie Referentin im Julius-Leber-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung in Hamburg, kehrte jedoch 2007 nach Bonn zurück, wurde wissenschaftliche Referentin und übernahm die Schriftleitung des „Archivs für Sozialgeschichte“. Seit 2009 ist Kruke Leiterin des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Uta Leichsenring,

Leiterin der Außenstelle Halle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

 

 

Geboren  6. März 1950 in Radebeul/Sachsen. Leichsenring ist gelernte Facharbeiterin für Datenverarbeitung und Ökonomin für Organisation und Datenverarbeitung. 1990 wurde sie Beauftragte des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit in der Verwaltung der Volkskammer. Von 1991 bis 2002 war sie Polizeipräsidentin von Eberswalde, dann Landesbeauftragte für das „Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg“. Seit 2005 leitet sie die Außenstelle Halle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.

Karl-Heinz Lindner,

Oberst a.D

 

Geboren am 24.10.1939 in Bockau/Schlesien. Lindner ging nach der Schule als Berufssoldat zur Bundeswehr, in der er bis 1997 diente. Seit 1981 hat Lindner als Experte für Sicherheitsfragen in verschiedenen Funktionen für die SPD-Bundestagsfraktion und im Bundesministerium der Verteidigung gearbeitet. Er war Büroleiter von Dr. Hans-Jochen Vogel und von Günter Verheugen. Heute ist er ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

Wolfgang Lüder,

Bürgermeister von Berlin a.D.

Geboren 11. April 1937 in Celle. Lüder studierte Jura und arbeitete als Richter am Landgericht Berlin, später auch als Rechtsanwalt und Notar. Von 1971 bis 1979 war er Landesvorsitzender der FDP in Berlin, von 1975 bis 1981 Wirtschaftssenator und seit 1976 auch Bürgermeister in Berlin. Als Bundestagsabgeordneter wurde er von 1987 bis 1995 stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses. Lüder ist unter anderem Kuratoriumsmitglied der Karl-Hamann-Stiftung und Vorstandsmitglied der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft (Freunde Taiwans). In der Nachfolge von Hanna-Renate Laurien ist er Vorsitzender der Vereinigung der ehemaligen Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin e.V.

Wolfgang von Malsen-Tilborch,

ehemaliger Abteilungsdirektor der Kreditanstalt für Wiederaufbau

Geboren 15. August 1938 in Berlin. Von Malsen-Tilborch studierte Jura in Berlin und New York und war zeitweise Landesvorsitzender des Liberalen Studentenbundes. Er arbeitete als Regierungsassessor im Bundesversicherungsamt und ab 1968 bis zu seiner Pensionierung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), zuletzt als Abteilungsdirektor. Von 2004 bis 2008 war von Malsen-Tilborch Schatzmeister von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.

Winfried Nachtwei,

Experte für Friedens- und Sicherheitspolitik, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages

Geboren 15. April 1946 in Wulfen. Nachtwei studierte Geschichte und Sozialwissenschaften in Münster und München und war zunächst als Studienrat an einem Gymnaisum tätig und in der Friedensbewegung aktiv. Von 1994 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Von 2002 bis 2005 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Seit seinem Ausscheiden aus dem Parlament ist Nachtwei als unabhängiger Experte für Friedens- und Sicherheitspolitik aktiv.

Prof. Dr. Kurt Nemitz,

Präsident der Bremer Landeszentralbank a.D.

Geboren 10. Juli 1925. Nemitz hat Volkswirtschaft studiert und als Journalist gearbeitet. Er war Landespressechef für die SPD in Nordrhein-Westfalen, 1965 Senatsdirektor für Wirtschaft und Außenhandel in Bremen und 1976 Präsident der Bremer Landeszentralbank und Mitglied des Zentralbankrates der Deutschen Bundesbank. Als Honorarprofessor der Hochschule Bremen hat sich der Sohn des sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Julius Moses auch der Erforschung des jüdischen Lebens in der Weimarer Republik gewidmet.

Dr. Maria Nooke,

stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer

 

Geboren 1958 in Forst/ Lausitz. Nooke absolvierte eine religionspädagogische Ausbildung und arbeitete in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit, sie war Mitherausgeberin des Oppositionsblattes „Aufbruch“ in der DDR. Später studierte sie Soziologie, Psychologie und Erziehungswissenschaften in Berlin und wirkte in zeitgeschichtlichen Projekten zur NS- und DDR- Geschichte mit. Seit 1999 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gedenkstätte Berliner Mauer tätig. Seit 2009 ist sie stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer.

Prof. Dr. Friedbert Pflüger,

Direktor des European Centre for Energy and Ressource Security

 

Geboren 6. März 1955 in Hannover. Pflüger studierte Politikwissenschaft, Staatsrecht und Volkswirtschaftslehre in Göttingen, Bonn und Harvard. Von 1981 bis 1989 arbeitete er als Mitarbeiter, persönlicher Referent und Pressesprecher für Berlins damaligen Regierenden Bürgermeister und späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Von 1990 bis 2006 war Pflüger Mitglied des Bundestages und in verschiedenen Funktionen für die CDU-Fraktion tätig. Von 2005 bis 2006 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, von 2006 bis 2008 CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus. Heute lehrt er als Professor für Internationale Beziehungen und Direktor des European Centre for Energy and Ressource Security am King’s College London, arbeitet in seiner Unternehmensberatung in Berlin/Erbil und ist Senior Advisor bei Roland Berger Strategy Consultants und Moser Baer Clean Tech Energy.

Dr. habil Ernst Piper,

Historiker, Verleger

 

Geboren 1952 in München. Piper studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie in München und Berlin. Von 1983 bis 1994 war er geschäftsführender Gesellschafter des Piper-Verlages, bevor dieser an die schwedische Bonnier-Gruppe veräußert wurde. Anschließend wirkte er als geschäftsführender Gesellschafter der Prospero Presse und des Pendo Verlags. Heute ist er Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam und seit 2003 Gesellschafter der literarischen Agentur Piper & Poppenhusen. 

 

Ulrike Poppe,

Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Brandenburg

 

Geboren 26. Januar 1953 in Rostock. Poppe studierte Kunsterziehung und Geschichte und gründete 1980 den ersten unabhängigen Kinderladen in Ost-Berlin. Außerdem war sie Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauen für den Frieden“ und 1989 Erstunterzeichnerin der Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“, 1990 war Poppe Mitarbeiterin der Bündnis 90-Fraktion in der Volkskammer. Von 1992-2010 arbeitete sie als Studienleiterin für Politik und Zeitgeschichte an der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg. 2009 wurde sie zur „Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur“  gewählt.

Prof. Dr. Günther Rüther,

Hauptabteilungsleiter in der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Geboren 16.Oktober 1948 in Cuxhaven. Rüther studierte Politische Wissenschaft, Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaft in Göttingen. Seit 1974  arbeitet er in verschiedenen Funktionen für die Konrad-Adenauer-Stiftung, unter anderem koordinierte er 1989/90 die politischen Aktivitäten in der DDR. Ab 1993 war er Bereichsleiter für politische Bildung und Kultur, seit 2000 ist er Leiter der Hauptabteilung Begabtenförderung und Kultur. Seit 2005 ist er überdies Honorarprofessor am Seminar für politische Wissenschaft und Soziologie an der Universität Bonn. Rüther engagiert sich außerdem als Mitglied der deutschen UNESCO-Kommission.

Prof. Dr. h.c. Klaus G. Saur,

Verleger

Geboren 27.Juli 1941 in Pullach. Saur absolvierte die Handelsschule und wurde 1966 Geschäftsführer im Fachverlag „Dokumentation“, der später im K.G. Saur Verlag aufging. Von 2005 bis 2008 war Saur geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung beim Verlag Walter de Gruyter, den er zu einem der größten geisteswissenschaftlichen Verlage ausbaute. Saur engagiert sich unter anderem im Präsidium des Goethe-Instituts, im Verein Deutscher Bibliothekare und im Förderverein der Staatsbiliothek zu Berlin.

Renate Schmidt,

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend a.D.

geboren 12.Dezember 1943 in Hanau. Schmidt ist gelernte Programmiererin und Systemanalytikerin und hat in diesen Funktionen lange Zeit im Quelle-Konzern gearbeitet, zuletzt bis 1980 als Betriebsratsmitglied. Von 1980 bis 1988 war sie stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Handel Banken und Versicherungen. Von 1980 bis 1994 war Schmidt Mitglied des Bundestages und dabei zeitweise stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion und Vizepräsidentin des Parlaments. Anschließend wechselte sie in den Bayerischen Landtag und wurde dort Oppositionsführerin bis 2002. Von 2002 bis 2009 gehörte Schmidt wieder dem Deutschen Bundestag und bis 2005 als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend dem Kabinett an. Schmidt ist im Beirat des Deutschen Kinderpreises von World Vision tätig und Kuratoriumsmitglied von Mehr Demokratie.

Dieter Schulte,

ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes

 

Geboren 13. Januar 1940 in Duisburg. Schulte ist gelernter Maurer und wechselte später als Brenner zu Thyssen. Ab 1975 saß er zunächst im Betriebsrat des Thyssen-Stahl-Werks Hamborn-Beeckerwerth, 1990 wurde er Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Thyssen Stahl AG.  1994 wählte ihn der  Deutsche Gewerkschaftsbund zum Vorsitzenden. Dieses Amt hatte Schulte bis 2002 inne. Im Jahr 2003 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung gewählt.

Dr. Max Stadler,

Mitglied des Deutschen Bundestages, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz

 

Geboren 23. März 1949 in Passau. Stadler studierte Jura in Regensburg und arbeitete anschließend als Staatsanwalt und Richter im Bayerischen Justizdienst. Zudem lehrt er an der Universität Passau Bürgerliches Recht.  Seit 1994 ist Stadler Mitglied des Deutschen Bundestages und dort in verschiedenen Funktionen für die FDP-Fraktion tätig. Von 1991 bis 1998 war er FDP-Landesvorsitzender in Bayern. Seit 2009 ist Stadler parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz.

Lala Süsskind,

Vorsitzende des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Geboren 1946 in Reichenbach/Oberschlesien. Süsskind studierte Soziologie und Publizistik in Berlin und arbeitete für die Womens International Zionist Organization, deren deutsche Leitung sie von 1990 bis 2003 inne hatte. Seit 2008 ist Lala Süßkind Vorsitzende der jüdischen Gemeinde zu Berlin und Mitglied im Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Lothar Tautz,

Pädagoge und Theologe

 

Geboren 1950 in Erfurt. Tautz ist gelernter Maschinenbauer und studierte Theologie und Pädagogik in Naumburg und Berlin. Anschließend arbeitete er als Kirchentagskreissekretär und Pfarrer in Weißenfels. 1976 gründete er in Naumburg die Menschenrechtsgruppe „Freiheit und Sozialismus“, 1989 moderierte er den Runden Tisch im Kreis Weißenfels. 1990 wurde Tautz Personalleiter im DDR-Außenministerium, anschließend wechselte er als Personalreferent ins Bundeswirtschaftsministerium. Von 1997 bis 1998 war er Landesgeschäftsführer der SPD in Sachsen-Anhalt, danach leitete er das Büro des Ministerpräsidenten und wurde 2002 Referatsleiter in der Landeszentrale für politische Bildung. Seit 2002 ist er Fachberater für Bildung und Wirtschaft im Projektbüro Hildebrandt und Leitender Mitarbeiter der Weiterbildungsakademie für Wirtschaft und Verwaltung.

Linda Teuteberg,

Mitglied des Landtags von Brandenburg

Geboren 22. April 1981 in Königs Wusterhausen. Teuteberg studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in Potsdam und absolviert derzeit ein Rechtsreferendariat. 2009 wurde sie für die FDP in den Brandenburger Landtag gewählt. Teuteberg ist Mitglied des Landesvorstands der FDP und der Jungen Liberalen Brandenburg wie auch im Bundesvorstand der FDP. Teuteberg engagiert sich besonders in der Enquete-­Kommission „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-­Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg".

Dr. h.c. Josef Thesing,

ehemaliger Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Geboren 1937. Thesing studierte Politische Wissenschaften in München und war seit 1965 in unterschiedlichen Funktionen in der Konrad-Adenauer-Stiftung beschäftigt, zuletzt als stellvertretender Generalsekretär. Unter anderem führte er das Büro in Guatemala und Kolumbien und gründete und leitete das Büro für Internationale Zusammenarbeit. Ab 1989 baute Thesing das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Warschau auf und engagierte sich in der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, deren Vorsitzender er zeitweise war. Von 1990 bis 2005 unterrichtete Thesing zudem als Lehrbeauftragter an der Universität Köln.

Ernst-Jürgen Walberg,

Kulturchef von NDR 1 Radio Mecklenburg-Vorpommern

 

Geboren 1946 in Celle. Walberg hat zunächst als freischaffender Kulturjournalist für verschiedene Zeitungen und den Hörfunk gearbeitet. Seit 1992 ist er Redakteur im NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin und dort seit Januar 2002 Kulturchef von NDR 1 Radio Mecklenburg-Vorpommern. Walberg hat für das Hörfunkprojekt „Erinnerungen für die Zukunft“ den Einheitspreis der Bundeszentrale für politische Bildung erhalten.

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