Geschäftsführender Vorstand

Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Vorsitzender,

Historiker

Geboren 3. November 1943 in Pyritz, Pommern. Faulenbach studierte Geschichtswissenschaft, Germanistik, Politikwissenschaft, Philosophie und Pädagogik und promovierte an der Ruhr-Universität Bochum, an der er bis heute als Honorarprofessor lehrt. Faulenbach war von 1982 bis 2007 stellvertretender Direktor des Forschungsinstitutes Arbeit, Bildung, Partizipation. Er war Mitglied in Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur und ist seit 1998 stellvertretender Vorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Seit 1989 amtiert Faulenbach als Vorsitzender der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand. 2003 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. gewählt, seit November 2015 ist er Vorsitzender.

Dr. Irmgard Schwaetzer, Stellvertretende Vorsitzende ,

Bundesministerin a.D., Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland

Geboren 5. April 1942 in Münster. Schwaetzer war bis 1980 als leitende Angestellte in unterschiedlichen Unternehmen der pharmazeutischen Industrie und der Konsumgüterindustrie tätig. Von 1980 bis 2002 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. In der FDP wirkte sie u.a. als Generalsekretärin und Bundesschatzmeisterin. Irmgard Schwaetzer amtierte von 1987 bis 1991 als Staatsministerin im Auswärtigen Amt, von 1991 bis 1994 als Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau. Von 2003 bis 2014 war Irmgard Schwaetzer Mitglied des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Seit dem 10. November 2013 ist sie Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. Schwaetzer wurde im November 2014 als Nachfolgerin von Cornelia Schmalz-Jacobsen zur stellvertretenden Vorsitzenden von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. gewählt.

Eberhard Diepgen, Stellvertretender Vorsitzender,

Regierender Bürgermeister von Berlin a.D.

Geboren 13. November 1941 in Berlin. Diepgen ist seit 1962 Mitglied der CDU und wurde bereits vor Abschluss des 2. Staatsexamens erstmals in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Seit 1971 ist er im Berliner Landesvorstand der Partei, ab 1983 war er 19 Jahre lang Landesvorsitzender der CDU. Von 1984 bis 1989 und von 1991 bis 2001 war er Regierender Bürgermeister von Berlin mit der bislang längsten Amtszeit. Nach seinem Ausscheiden aus dem Abgeordnetenhaus war er bis 2012 als Rechtsanwalt in einer Kanzlei für Wirtschaftsrecht tätig. Diepgen wurde 2007 als Nachfolger von Hanna-Renate Laurien zum stellvertretenden Vorsitzenden von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. gewählt.

Mitglied des Vorstands seit 2007.

Ekin Deligöz, Stellvertretende Vorsitzende,

Mitglied des Deutschen Bundestages

Geboren 21. April 1971 in Tokat/Türkei. Deligöz studierte Verwaltungswissenschaften in Konstanz und Wien. Seit 1998 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages und fungierte unter anderem als Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und als stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit 2013 ist sie Mitglied im Haushaltsausschuss, im Ausschuss Arbeit und Soziales und stellvertretende Vorsitzende im Rechnungsprüfungsausschuss. Deligöz ist Vorstandsmitglied bei UNICEF Deutschland.

Bernd Goldmann, Schatzmeister,

ehemaliger Direktor der UBS Deutschland AG, Niederlassung Berlin

Geboren 1945. Goldmann ist gelernter Bankkaufmann und war zuletzt Direktor der deutschen Niederlassung der Schweizer Bank UBS in Berlin. Er ist engagiert in vielfältigen Einrichtungen, unter anderem als Mitglied des Diakonischen Rats des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V., als Verwaltungsratsmitglied der Barmer GEK und Kuratoriumsmitglied der Kaiserin-Friedrich-Stiftung für das ärztliche Fortbildungswesen.

Dr. Ulrich Mählert, Schriftführer,

Zeithistoriker bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Geboren 19. Juni 1968 in Neckarsulm. Mählert studierte politische Wissenschaft, Anglistik und Germanistik in Mannheim und promovierte bei Hermann Weber über die FDJ. Er ist Verfasser des Standdardwerks "Kleine Geschichte der DDR". Mählert war Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und arbeitet seit 1999 als wissenschaftlicher Referent bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Mählert gehört seit 2000 der Historischen Kommission des SPD-Parteivorstandes an.

Kerstin Griese,

Mitglied des Deutschen Bundestages

Geboren 6. Dezember 1966 in Münster. Griese studierte Neuere und osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaften in Düsseldorf. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Mahn-­ und Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in Düsseldorf. Von 2000­ bis 2009 und seit 2010 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestags. Dort fungierte sie unter anderem als Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit 1995 gehört Griese dem Bundesvorstand der SPD an. Von 2009 bis 2010 war sie hauptamtliches Vorstandsmitglied des Diakonischen Werks der EKD für den Bereich Sozialpolitik.

Prof. Dr. Johannes Tuchel,

Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Geboren 1957. Tuchel studierte Politikwissenschaften in Hamburg und Berlin und ging anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Seit 1991 ist er Leiter der Gedenkstätte und Geschäftsführer der Trägerstiftung. Von 1988 bis 1991 war er Mitarbeiter im Referat Gedenkstätten der Berliner Senatskanzlei. Seit 1992 ist Tuchel Lehrbeauftragter, seit 2007 Professor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin.

Ernst Klein, Sprecher der Regionalen Arbeitsgruppen,

ehemaliger Geschäftsführer eines Bauelemente-Fachbetriebes

geboren 17.2.1944 in Volkmarsen/Nordhessen. Gelernter Bankkaufmann, bis 2010 kaufmännischer Geschäftsführer eines Bauelemente-Fachbetriebes. 12 Jahre ehrenamtliche Arbeit in der Kommunalpolitik, u.a. Vorsitzender des Sport- und Kulturausschusses der Stadt Volkmarsen und Mitglied des Magistrats, Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins Rückblende Gegen das Vergessen e.V., Forschungsarbeiten zur Geschichte deutsch-jüdischer Familien in Nordhessen. Seit 2000 Sprecher der RAG Nordhessen-Südniedersachsen, seit 2013 Sprecher der Regionalen Arbeitsgruppen.

Ehemalige Vorsitzende

Wolfgang Tiefensee, von 2012 bis 2014 ,

Staatsminister für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft des Freistaats Thüringen

Geboren 4. Januar 1955 in Gera. Tiefensee absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Facharbeiter für Nachrichtentechnik, verweigerte den Wehrdienst an der Waffe und diente deshalb als Bausoldat. 1979 schloss er ein Studium als Ingenieur für industrielle Elektronik ab und arbeitete anschließend als Entwicklungsingenieur für Forschung und Entwicklung im VEB Fernmeldewerk Leipzig. Berufsbegleitend nahm er ein Postgradualstudium zum Fachingenieur für Informatik im Bauwesen auf. 1986 wechselte er als Entwicklungsingenieur an die Technische Hochschule Leipzig, wo er sich berufsbegleitend zum Diplomingenieur für Elektrotechnik weiterbildete.

1989 nahm er für die Bürgerbewegung „Demokratie jetzt“ am Runden Tisch in Leipzig teil, wurde zum Stadtrat ohne Ressort berufen und war kurzzeitig Stadtverordneter. 1990 wurde er Amtsleiter des Schulverwaltungsamtes der Stadt, 1992 Dezernent für Schule und Bildung. Von 1994 bis 1998 amtierte er als Bürgermeister und Dezernent für Jugend, Schule und Sport, 1998 wurde er zum Oberbürgermeister von Leipzig gewählt. Dieses Amt füllte er aus, bis er im Jahr 2005 zum Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie zum Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer berufen wurde.

Seit 2009 sitzt er für die SPD, der er seit 1995 angehört,  im Bundestag und ist Vorsitzender des Forums Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V. Am 12. Juni 2012 wurde er als Nachfolger von Dr.h.c. Joachim Gauck zum Vorsitzenden von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. gewählt.

Am 5. Dezember 2014 wurde er als Staatsminister für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft des Freistaats Thüringen vereidigt.

Dr. h.c. Joachim Gauck, Vorsitzender von 2003-2012,

Bundespräsident

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock als Sohn eines Kapitäns geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie. Ab 1965 bis 1990 ist er im Dienst der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs, die längste Zeit als Pastor in Rostock, wo er im Nebenamt u.a. auch Stadtjugendpastor und später Leiter der Kirchentagsarbeit seiner Landeskirche war.

Früh wurde er durch seine offenen und kritischen Worte bekannt. 1989 gehörte Joachim Gauck zu den Mitbegründern des Neuen Forum, dessen Sprecher er in seiner Heimatstadt wurde. Im Herbst 1989 war Gauck Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstandes gegen die SED-Diktatur. Er leitete wöchentliche Abendgottesdienste, aus denen sich machtvolle Protestdemonstrationen entwickelten, die auch in Rostock das DDR-Regime beendeten.

Im März 1990 zog er als Abgeordneter der Bürgerbewegungen, die sich im Bündnis 90 zusammengeschlossen hatten, in die zum ersten Mal frei gewählte Volkskammer ein und wurde zum Vorsitzenden des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des MfS (Ministerium für Staatssicherheit) gewählt.

Nach Wahl durch die Volkskammer wurde Joachim Gauck zum 3. Oktober 1990 vom Bundespräsidenten und Bundeskanzler zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes berufen; nach Verabschiedung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes des Deutschen Bundestages Ende 1991 war er Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit Dienstsitz in Berlin. Am 21. September 1995, vom Deutschen Bundestag mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt, wurde er zum 3. Oktober 1995 für eine zweite Amtsperiode berufen, die am 2. Oktober 2000 endete. Eine weitere Amtszeit war nach dem Gesetz nicht möglich.

Im Jahr 2001 moderierte er 14-tägig in der ARD die WDR-Sendung „Joachim Gauck“. Von 2001 bis 2004 war Joachim Gauck deutsches Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien (Ehrenamt).

Von November 2003 bis März 2012 war er als Nachfolger von Dr. Hans-Jochen Vogel und Dr. h. c. Hans Koschnick Bundesvorsitzender der Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Am 30. Juni 2010 kandidierte Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten; am 18. März 2012 wurde er zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

Dr. h.c. Hans Koschnick, Vorsitzender von 2000-2003 ,

Bürgermeister von Bremen a.D.

Geboren 2. April 1929 in Bremen. Koschnick absolvierte eine Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst und war in verschiedenen Funktionen in der Bremischen Senatverwaltung beschäftigt. 1950 trat er in die SPD ein, war zwischen 1951 und 1954 als Bezirkssekretär der Gewerkschaft ÖTV tätig. 1955 wurde er Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Koschnick wurde 1963 zum Senator für Inneres in den Senat der Hansestadt Bremen gewählt, von 1967 bis 1985 war er Präsident des Senats, also Regierungschef des Bundeslandes Bremen. Von 1970 bis 1991 war Koschnick Mitglied des Bundesvorstands der SPD und von 1975 bis 1979 stellvertretender SPD-Vorsitzender. In den Jahren von 1987 bis 1994 gehörte Koschnick dem Deutschen Bundestag an, 1996 bis 1996 wurde er von der Europäischen Union als EU-Administrator für Mostar in Bosnien-Herzegowina mit der Koordination des Wiederaufbaus, der Verwaltung und Infrastruktur der kriegszerstörten Stadt beauftragt. Von 2000 bis 2003 war Koschnick Vorsitzender von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.

 

 

Dr. Hans-Jochen Vogel, Vorsitzender 1993-2000 ,

Bundesminister a.D.

Geboren 3. Februar 1926 in Göttingen. Vogel studierte Rechtswissenschaften in Marburg. Nach der Promotion und der Juristischen Staatsprüfung war er im bayerischen Justizministerium, am Amtsgericht in Traunstein und in der bayerischen Staatskanzlei tätig. 1958 wurde Vogel berufsmäßiger Stadtrat, 1960 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München. Von 1972-1981 und von 1983-1991 gehörte er dem Deutschen Bundestag an, seit 1983 als Vorsitzender der SPD-Fraktion. Von 1972 an war Vogel Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, von 1974-1981 Bundesminister der Justiz. 1981 war er Regierender Bürgermeister von Berlin, anschließend bis 1983 Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. 1983 trat er als Kanzlerkandidat für die SPD an. Von 1987 bis 1991 amtierte Vogel als Nachfolger Willy Brandts als Vorsitzender der SPD. Von 1993 bis 2000 war er Gründungsvorsitzender von Gegen Vergessen - Für Demokratie und ist heute noch Mitglied des Kuratoriums des NS-Dokumentationszentrums München.

Vorstand

Dr. Alfred Geisel,

Vizepräsident des Landtages von Baden-Württemberg a.D.

Geboren 23. Juni 1931 in Tübingen. Geisel studierte Rechtswissenschaften in Tübingen und arbeitete anschließend als Staatsanwalt beim Landgericht Ellwangen. Von 1972 bis 1996 gehörte er für die SPD dem Baden-Württembergischen Landtag an und wurde dort 1980 zum Landtagsvizepräsidenten gewählt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag nach 24 Jahren war er Vorsitzender der Volkshochschule Aalen bis 2008 und der Aalener Arbeiterwohlfahrt bis 2005.

Dieter Althaus,

Ministerpräsident von Thüringen a.D., Vizepräsident von Magna International

Geboren 29. Juni 1958 in Heiligenstadt. Althaus studierte Mathemathik und Physik und hat bis 1990 als Lehrer gearbeitet. Anschließend ging er für die CDU in den thüringischen Landtag und fungierte von 1992 bis 1999 als Kultusminister. Von 2003 bis 2009 war Althaus Ministerpräsident Thüringens, seit 2000 CDU-Landesvorsitzender sowie Mitglied des Bundesvorstandes seiner Partei. Seit Anfang Januar 2010 ist Althaus Vize-Präsident bei Magna International in Wolfsburg. Althaus engagiert sich als Vorsitzender des Kolping-Bildungswerkes Thüringen e.V., als Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie als kooptiertes Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung.

 

Dr. Andreas H. Apelt,

Bevollmächtigter des Vorstands der Deutschen Gesellschaft e.V.

geboren 12. Januar 1958 in Luckau/Brandenburg. Apelt studierte Geschichte und Germanistik in Berlin. Im Oktober 1989 war er Mitbegründer der Partei Demokra­tischer Aufbruch und wurde 1990 deren Landesvorsitzender in Berlin. Von 1991 bis 2006 war Apelt Mitglied der CDU-­Fraktion des Abgeord­netenhauses von Berlin, 1990 Mitgründer und heute Bevollmächtigter des Vorstands der Deutschen Gesellschaft – Verein zur Förderung politischer, kultureller und sozialer Beziehungen in Europa e.V.

Erik Bettermann,

Intendant der Deutschen Welle

Geboren 8. Mai 1944 in Lindenthal (Leipzig). Bettermann studierte Philosophie, Pädagogik und Sozialpädagogik. Von 1971 bis 1982 war er Hauptgeschäftsführer des Deutschen Bundesjugendrings, anschließend Referent im Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit. Außerdem war er Büroleiter beim Vizepräsidenten des Bundestages und stellvertretender SPD-Bundesgeschäftsführer, von 1992 bis 2001 Staatsrat in Bremen. Seitdem ist er Intendant der Deutschen Welle. Bettermann engagiert sich zudem als Mitglied des Kuratoriums der Hein-Kühn-Stiftung und als Vorsitzender des Vereins Internationaler Demokratiepreis Bonn sowie des Gustav-Stresemann-Instituts.

Prof. Dr. Friedhelm Boll,

Historiker am Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung

Geboren 1945. Boll studierte in Bonn und Toulouse Geschichte und arbeitete von 1975 bis 2010 als Historiker am Institut für Sozialgeschichte e.V. in Braunschweig und am Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung. 1993 habilitierte sich Boll in Kassel und wurde dort 1999 zum Professor ernannt.

Tilo Braune,

Staatssekretär a.D., Geschäftsführer der Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts e.V.

Geboren 11. August 1954 in Rochlitz. Braune ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und seit 1994 an der Klinik für Psychiatrie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Zwischen 1991 und 1994 war er Abgeordneter im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, anschließend im Deutschen Bundestag. 1998 war Braune Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund und von 2002 bis 2005 Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Seit November 2007 ist Braune Geschäftsführer der Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts e.V. und seit dem 22. Juni 2009 Vorsitzender des Trägervereins zur Förderung von Gesundheitstourismus, med in Germany e. V.

Prof. Dr. Hansjörg Geiger,

Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz a.D.,

Geboren 1. November 1942 in Brünn. Geiger studierte Rechtswissenschaften in Hamburg und München und war ab 1980 als Referatsleiter beim Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz tätig. 1990 wurde er Direktor beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, 1995 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, 1996 Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Von 1998 bis 2005 war Geiger beamteter Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz. Seit 2003 lehrt er als Honorarprofessor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Verfassungsrecht, Europäisches Recht und Internationales Recht.

Iris Gleicke,

Mitglied des Deutschen Bundestages, Parlamentarische Staatssekretärin

Geboren 1964 in Schleusingen. Gleicke absolvierte eine Ausbildung als Bauzeichnerin und erreichte einen Fachschulabschluss als Hochbau-Ingenieurin in Gotha. Anschließend arbeitete sie als Projektantin und dann als Angestellte im Stadtbauamt von Schleusingen. 1990 trat sie in die SPD ein und wurde Mitglied des Bundestages. Von 1998  bis 2002 fungierte sie als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Von 2002  bis 2005 arbeitete sie als Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, seit 2005 ist sie Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, seit 2006 auch Sprecherin der ostdeutschen SPD-Bundestagsabgeordneten. Gleicke ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Reinhard Grindel,

Präsident des Deutschen Fußball-Bundes

Geboren 19. September 1961 in Hamburg. Grindel  hat als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung Rechtswissenschaft in Hamburg studiert. Nach dem Ersten Staatsexamen arbeitete er als freier Journalist, dann als Redakteur bei Radio Schleswig-Holstein und  SAT 1. 1992 wechselte er für das ZDF nach Bonn, später als Studioleiter nach Berlin und Brüssel. Seit 2002 war Grindel  für die CDU Mitglied des Bundestages und dort unter anderem im Innenausschuss tätig. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war Integrationspolitik, so hat er am „Nationalen Integrationsplan“ mitgearbeitet und war Berichterstatter über die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte. Seit 2016 ist Grindel Präsident des Deutschen Fußball-Bundes.

Dr. Norbert Haase,

Historiker, ehemaliger Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Geboren 1960 in Köln. Haase studierte Neuere und Mittelalterliche Geschichte und Medienwissenschaften in Berlin und wurde 1993 promoviert. Von 1987 bis 1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, 1993/1994 auch wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle Widerstandsgeschichte von Freier Universität Berlin und Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Von 1995 bis 2008 amtierte Haase als Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden. Seit 2008 ist er Referent im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

 

Christoph Heubner,

Geschäftsführender Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK)

Geboren 6. Mai 1949 in Niederaula. Heubner studierte Geschichte, Germanistik und Politik in Marburg und Kassel. Nach dem Ersten Staatsexamen arbeitete er für die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und für den Rundfunk, er wirkte an Dokumentationsfilmen etwa über die Gedenkstätte Auschwitz mit und veröffentlichte Lyrik und Prosa. Heubner leitete die ersten Gruppen der Aktion Sühnezeichen in der KZ-Gedenkstätte Stutthof an und war maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz. 1985 begann er zudem seine Mitarbeit im Internationalen Auschwitz Komitee, dessen Exekutiv-Vizepräsident er später wurde. Seit 1990 hat er regelmäßig Auszubildende der Volkswagen AG und polnische Berufsschüler bei Seminaren in der Gedenkstätte Auschwitz betreut. Er ist Vize-Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung für die Internationale Begegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz.

Dr. Werner Jung,

Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

Geboren 28. Februar 1954 in Köln. Jung studierte Geschichte, Germanistik und Psychologie und absolvierte ein Volontariat bei der Deutschen Welle. Ab 1986 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und ist seit 2002 dessen Direktor. Jung ist auch stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen und Lehrbeauftragter an der Universität Köln.

Prof. Dr. Alfons Kenkmann,

Professor für Geschichtsdidaktik an der Universität Leipzig

Geboren 13. März 1957 in Waltrop. Kenkmann studierte Geschichte und Germanistik. In den Jahren 1995 bis 1998 unterrichtete er als Geschichtslehrer am Immanuel-Kant-Gymnasium in Münster und war seit 1998 auch Lehrbeauftragter an den Universitäten Dortmund und Münster. Als Hochschulassistent arbeitete er von 1994 bis 1998 am Institut für Didaktik der Geschichte am Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bevor er 1998 Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer des Geschichtsortes Villa ten Hompel in Münster wurde. 2003 wurde Kenkmann zum Professor für Geschichtsdidaktik an der Universität Leipzig berufen. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stiftung Berliner Mauer.

Birgit Kipfer,

Co-Sprecherin der Regionalen Arbeitsgruppe Baden-Württemberg; Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim“

Geboren 20. Juli 1943 in Sankt Andreasberg. Nach dem Abitur in Bremen im Jahre 1962 studierte Birgit Kipfer bis 1966 Musik, Germanistik und Anglistik. Von 1986 bis 1988 war sie Referentin für Organisation bei der SPD Baden-Württemberg. 1988 wurde Kipfer in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt. Dort war sie war bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Landtag am 31. Dezember 2009 medien- und verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion; von 1992 bis 2001 auch stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Von 1999 bis 2012 war sie Landesvorsitzende von Pro Familia in Baden-Württemberg. Birgit Kipfer ist Koordinatorin der Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und seit 2011 Co-Sprecherin der Regionalen Arbeitsgruppe Baden-Württemberg. Am 24. Juli 2012 wurde sie in Pforzheim zur Vorstandsvorsitzenden der Stiftung „Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim“  bestellt.

Dr. h.c. Charlotte Knobloch,

Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland

Geboren 29. Oktober 1932 in München. Knobloch hat nach dem Besuch der Handelsschule die deutsche Sektion der Women‘s International Zionist Organization mitbegründet und war Schatzmeisterin des Jüdischen Frauenbundes in Deutschland. Seit 1985 ist sie Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, außerdem seit 2003 Vizepräsidentin des Europäischen Jüdischen Kongresses und seit 2005 des Jüdischen Weltkongresses. Von 2006 bis 2010 war sie Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Hannelore Kohl,

Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts a.D. und des Landesverfassungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern

Geboren 19. Oktober 1948 in Frankfurt am Main. Kohl studierte Jura und arbeitete zunächst im Regierungspräsidium Darmstadt. 1978 wechselte sie in die Verwaltungsgerichtsbarkeit des Landes Hessen, wo sie zuletzt als Senatsvorsitzende am hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel tätig war. Von März 1997 bis Ende 2013 war sie Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern; 2008 wurde sie als Präsidentin des Landesverfassungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern gewählt.

Seit 1986 war sie stellvertretende Vorsitzende, seit 2001 ist sie Vorsitzende der Bundesschiedskommission der SPD.

 

Mitglied des Vorstands seit 2002.

Dr. Anja Kruke,

Leiterin des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Geboren 1972 in Rahden/Westfalen. Anja Kruke studierte Geschichte, Germanistik und Soziologie an den Universitäten Bielefeld, Bochum und Sussex. Nach Ihrer Promotion begann sie 2004 ihre berufliche Laufbahn im Historischen Forschungszentrum in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn. 2005 wurde sie Referentin im Julius-Leber-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung in Hamburg, kehrte jedoch 2007 nach Bonn zurück, wurde wissenschaftliche Referentin und übernahm die Schriftleitung des „Archivs für Sozialgeschichte“. Seit 2009 ist Kruke Leiterin des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Uta Leichsenring,

Leiterin der Außenstelle Halle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

 

Geboren  6. März 1950 in Radebeul/Sachsen. Leichsenring ist gelernte Facharbeiterin für Datenverarbeitung und Ökonomin für Organisation und Datenverarbeitung. 1990 wurde sie Beauftragte des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit in der Verwaltung der Volkskammer. Von 1991 bis 2002 war sie Polizeipräsidentin von Eberswalde, dann Landesbeauftragte für das „Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg“. Seit 2005 leitet sie die Außenstelle Halle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.

Markus Löning,

Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe

Geboren 2. Juli 1960 in Meppen. Löning studierte Politische Wissenschaften in Canterbury und Heidelberg und arbeitete anschließend als Geschäftsführer in einer Grafikfirma. Seit 1995 war er Geschäftsführer und Miteigner, später alleiniger Inhaber einer Werbeagentur. Ebenfalls seit 1995 gehört Löning dem Landesvorstand der FDP in Berlin an. 2000 wurde er zum stellvertretenden, 2004 zum FDP-Landesvorsitzenden gewählt. Von 2001 bis 2011 war er Mitglied des Bundesvorstandes. Von 2002 bis 2009 war Löning zudem Mitglied des Bundestages und fungierte dort unter anderem als europapolitischer Sprecher seiner Fraktion. 2010 hat ihn die Bundesregierung zum Beauftragten für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe berufen.

Winfried Nachtwei,

Experte für Friedens- und Sicherheitspolitik, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages

Geboren 15. April 1946 in Wulfen. Nachtwei studierte Geschichte und Sozialwissenschaften in Münster und München und war zunächst als Studienrat an einem Gymnaisum tätig und in der Friedensbewegung aktiv. Von 1994 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Von 2002 bis 2005 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Seit seinem Ausscheiden aus dem Parlament ist Nachtwei als unabhängiger Experte für Friedens- und Sicherheitspolitik aktiv.

Dr. Maria Nooke,

stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer

Geboren 1958 in Forst/ Lausitz. Nooke absolvierte eine religionspädagogische Ausbildung und arbeitete in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit, sie war Mitherausgeberin des Oppositionsblattes „Aufbruch“ in der DDR. Später studierte sie Soziologie, Psychologie und Erziehungswissenschaften in Berlin und wirkte in zeitgeschichtlichen Projekten zur NS- und DDR- Geschichte mit. Seit 1999 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gedenkstätte Berliner Mauer tätig. Seit 2009 ist sie stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer.

Prof. Dr. Friedbert Pflüger,

Direktor des European Centre for Energy and Ressource Security

Geboren 6. März 1955 in Hannover. Pflüger studierte Politikwissenschaft, Staatsrecht und Volkswirtschaftslehre in Göttingen, Bonn und Harvard. Von 1981 bis 1989 arbeitete er als Mitarbeiter, persönlicher Referent und Pressesprecher für Berlins damaligen Regierenden Bürgermeister und späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Von 1990 bis 2006 war Pflüger Mitglied des Bundestages und in verschiedenen Funktionen für die CDU-Fraktion tätig. Von 2005 bis 2006 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, von 2006 bis 2008 CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus. Heute lehrt er als Professor für Internationale Beziehungen und Direktor des European Centre for Energy and Ressource Security am King’s College London, arbeitet in seiner Unternehmensberatung in Berlin/Erbil und ist Senior Advisor bei Roland Berger Strategy Consultants und Moser Baer Clean Tech Energy.

Priv.-Doz. Dr. Ernst Piper,

Historiker

Geboren 1952 in München. Piper studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie in München und Berlin. Von 1983 bis 1994 war er geschäftsführender Gesellschafter des Piper-Verlages, bevor dieser an die schwedische Bonnier-Gruppe veräußert wurde. Anschließend wirkte er als geschäftsführender Gesellschafter der Prospero Presse und des Pendo Verlags. Heute ist er als Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam und als literarischer Agent tätig. 

Ulrike Poppe,

Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Brandenburg

Geboren 26. Januar 1953 in Rostock. Poppe studierte Kunsterziehung und Geschichte und gründete 1980 den ersten unabhängigen Kinderladen in Ost-Berlin. Außerdem war sie Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauen für den Frieden“ und 1989 Erstunterzeichnerin der Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“, 1990 war Poppe Mitarbeiterin der Bündnis 90-Fraktion in der Volkskammer. Von 1992-2010 arbeitete sie als Studienleiterin für Politik und Zeitgeschichte an der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg. 2009 wurde sie zur „Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur“  gewählt.

Prof. Dr. h.c. Klaus G. Saur,

Verleger

Geboren 27.Juli 1941 in Pullach. Saur absolvierte die Handelsschule und wurde 1966 Geschäftsführer im Fachverlag „Dokumentation“, der später im K.G. Saur Verlag aufging. Von 2005 bis 2008 war Saur geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung beim Verlag Walter de Gruyter, den er zu einem der größten geisteswissenschaftlichen Verlage ausbaute. Saur engagiert sich unter anderem im Präsidium des Goethe-Instituts, im Verein Deutscher Bibliothekare und im Förderverein der Staatsbiliothek zu Berlin.

Dieter Schulte,

ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Geboren 13. Januar 1940 in Duisburg. Schulte ist gelernter Maurer und wechselte später als Brenner zu Thyssen. Ab 1975 saß er zunächst im Betriebsrat des Thyssen-Stahl-Werks Hamborn-Beeckerwerth, 1990 wurde er Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Thyssen Stahl AG.  1994 wählte ihn der  Deutsche Gewerkschaftsbund zum Vorsitzenden. Dieses Amt hatte Schulte bis 2002 inne. Im Jahr 2003 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung gewählt.

Lala Süsskind,

Vorsitzende des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Geboren 1946 in Reichenbach/Niederschlesien. Süsskind studierte Soziologie und Publizistik in Berlin und arbeitete für die Womens International Zionist Organization, deren deutsche Leitung sie von 1990 bis 2003 inne hatte. Von 2008 bis 2012 war Lala Süßkind Vorsitzende der jüdischen Gemeinde zu Berlin und Mitglied im Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Lothar Tautz,

Pädagoge und Theologe

Geboren 1950 in Erfurt. Tautz ist gelernter Maschinenbauer und studierte Theologie und Pädagogik in Naumburg und Berlin. Anschließend arbeitete er als Kirchentagskreissekretär und Pfarrer in Weißenfels. 1976 gründete er in Naumburg die Menschenrechtsgruppe „Freiheit und Sozialismus“, 1989 moderierte er den Runden Tisch im Kreis Weißenfels. 1990 wurde Tautz Personalleiter im DDR-Außenministerium, anschließend wechselte er als Personalreferent ins Bundeswirtschaftsministerium. Von 1997 bis 1998 war er Landesgeschäftsführer der SPD in Sachsen-Anhalt, danach leitete er das Büro des Ministerpräsidenten und wurde 2002 Referatsleiter in der Landeszentrale für politische Bildung. Seit 2002 ist er Fachberater für Bildung und Wirtschaft im Projektbüro Hildebrandt und Leitender Mitarbeiter der Weiterbildungsakademie für Wirtschaft und Verwaltung.

Linda Teuteberg,

Juristin, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP

Geboren 22. April 1981 in Königs Wusterhausen. Teuteberg studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in Potsdam und schloss das Studium mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen ab. Nach einem Rechtsreferendariat beim Kammergericht Berlin legte sie das Zweite Juristische Staatsexamen ab. 2009 wurde sie für die FDP in den Brandenburger Landtag gewählt, dem sie bis zum Ende der Legislaturperiode im Oktober 2014 angehörte. Teuteberg ist Mitglied des Bundesvorstandes der FDP sowie des Bundesfachausschusses Wirtschaft und Energie. Die Volljuristin engagiert sich besonders in der Enquete-­Kommission „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-­Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg“ sowie als Mitglied des Beirates der Anlauf- und Beratungsstelle des Landes Brandenburg für ehemalige Heimkinder in der DDR.

Dr. h.c. Josef Thesing,

ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung

Geboren 1937. Thesing studierte Politische Wissenschaften in München und war seit 1965 in unterschiedlichen Funktionen in der Konrad-Adenauer-Stiftung beschäftigt, zuletzt als stellvertretender Generalsekretär. Unter anderem führte er das Büro in Guatemala und Kolumbien und gründete und leitete das Büro für Internationale Zusammenarbeit. Ab 1989 baute Thesing das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Warschau auf und engagierte sich in der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, deren Vorsitzender er zeitweise war. Von 1990 bis 2005 unterrichtete Thesing zudem als Lehrbeauftragter an der Universität Köln.

Arnold Vaatz,

Mitglied des Deutschen Bundestages, Staatsminister a.D.

Geboren 1955 in Weida. Studium der Mathematik in Dresden, 1981 Diplom. Tätigkeit im Chemieanlagenbau. 1982 bis 1983 Haft wegen Reservewehrdienstverweigerung, Zwangsarbeit im Stahlwerk Unterwellenborn. 1989 Eintritt in das Neue Forum, 1990 in die CDU, Mitglied des Bundesvorstandes der CDU. 1990 stellvertretender Regierungsbeauftragter für den Bezirk Dresden und Vorsitzender des Koordinierungsausschusses zur Bildung des Landes Sachsen. 1990 bis 1991 Chef der Sächsischen Staatskanzlei. 1992 bis 1998 Staatsminister für Umwelt und Landesentwicklung im Freistaat Sachsen. Mitglied des Bundestages seit 1998. Seit 2002 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion.

Ernst-Jürgen Walberg,

ehemaliger Kulturchef von NDR 1 Radio Mecklenburg-Vorpommern

Geboren 1946 in Celle. Walberg hat zunächst als freischaffender Kulturjournalist für verschiedene Zeitungen und den Hörfunk gearbeitet. Seit 1992 ist er Redakteur im NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin und dort von Januar 2002-2011 Kulturchef von NDR 1 Radio Mecklenburg-Vorpommern. Walberg hat für das Hörfunkprojekt „Erinnerungen für die Zukunft“ den Einheitspreis der Bundeszentrale für politische Bildung erhalten.

Prof. Dr. Gert Weisskirchen,

ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages

Geboren  16.Mai 1944 in Heidelberg. Weisskirchen wurde 1975 Professor für Sozialpädagogik in Wiesbaden. Seit 1995 ist er Honorarprofessor an der Fachhochschule Potsdam. Von 1976 bis 2009 war er Mitglied des Bundestages und dort in der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Geschichte der SED-Diktatur. Unter anderem fungierte er für seine Fraktion als Obmann im Ausschuss Bildung und Wissenschaft und von 1999 bis 2009 als außenpolitischer Sprecher. Von 1994 bis 2009 gehörte er der Parlamentarischen Versammlung der OSZE an, von 1997 bis 2002 als Vorsitzender des Ausschusses für Humanitäre Angelegenheiten und Menschenrechte. Anschließend war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung und von 2005 bis 2008 persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung des Antisemitismus.