Trauer um Peter Struck

Erklärung von Wolfgang Tiefensee, dem Vorsitzenden von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. zum Tod des Leiters der Friedrich-Ebert-Stiftung

Peter Struck. Foto: Bundeswehr/ Modes

19.12.2012. Wolfgang Tiefensee, Vorsitzender der Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., zum Tod von Peter Struck:

"Mit Bestürzung habe ich vom Tod Peter Strucks erfahren. Im Namen von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. möchte ich seiner Frau, seiner Familie und den Angehörigen mein tiefes Beileid aussprechen und ihnen unser aller tiefes Mitgefühl versichern. Peter Struck war Mitglied und großer Förderer unserer Vereinigung seit der Gründung 1993. In besonderer Weise hat er als Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung die Kooperation gepflegt und auf vielfältige Weise die Arbeit von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. unterstützt. Erst vor wenigen Wochen habe ich mit ihm im persönlichen Gespräch die Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung bekräftigt, eine Unterstützung, die viele unserer Projekte erst ermöglicht.

Peter Struck war ein vorbildlicher Demokrat. Wir verlieren einen Menschen, der mit konkretem Tun und nicht mit dem schnellen oberflächlichen Wort unsere Gesellschaft voranbringen wollte, dem das alltägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger vertraut war und der so in unnachahmlicher Weise anstoßen, motivieren und etwas bewegen konnte. Er stand ganz im Sinne unserer Vereinigung für das friedfertige Zusammenleben, für Gemeinwohl und für eine konsequente Auseinandersetzung mit der Gewalt und Ausgrenzung in unserem Lande. Er bekannte sich zur Auseinandersetzung mit den Diktaturen des 20. Jahrhunderts und sagte dem modernen Rechtsextremismus den Kampf an. Er hat uns einmal mehr ermahnt, dass die Demokratie täglich aufs Neue gestaltet und mit Leben erfüllt werden muss. Mit Peter Struck verliert Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. einen Menschen, der als unser Mitglied und als Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung unsere Ziele und unsere Arbeit immer unterstützte“ sagt der Vorsitzende der Vereinigung, Wolfgang Tiefensee.