Demokratiefeindliche Phänomene

Demokratie als Projekt kann dauerhaft nur gelingen, wenn die Mehrheit der Bürger sie unterstützt und innerlich bejaht. In seiner Studie „Deutsche Zustände“ hat der Bielefelder Soziologe Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer jedoch auch verbreitet Einstellungen in der Bevölkerung aufgespürt, die er unter dem Begriff der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ zusammenfasst.  Als gemeinsamer Kern der diesem Begriff zugeordneten Phänomene wird eine Ideologie der Ungleichwertigkeit angenommen – die Gleichwertigkeit und Unversehrtheit von einzelnen Gruppen in der Gesellschaft in Frage stellt. Mit diesen Einstellungen  rütteln, wie die Studie zeigt, nicht wenige Menschen an den Grundpfeilern der Demokratie, deren zentrale Werte Gleichheit und Menschenwürde sind.

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