Tief im Südwesten unserer Republik gibt es ein auf Privatinitiative entstandenes und betriebenes Museum, das sich mit dem in der DDR verübten Unrecht beschäftigt: das DDR-Museum Pforzheim. Das DDR-Museum ist eine Privat-sammlung, deren Exponate sich überwiegend im Besitz von Klaus Knabe befinden. Der Museumsbetrieb wird über den Trägerverein „Gegen das Vergessen“ organisiert. Es gibt keine institutionelle Förderung, wohl aber Unterstützung auf Projektbasis.
Das Museum wird sonntags nachmittags für die Öffentlichkeit geöffnet und ehrenamtlich betreut. Während der Woche finden Besuche von Schulklassen statt. Sie bekommen eine Führung durch zwei Lehrer, den Sammler und. ehrenamtlich arbeitende Mitglieder (auch Zeitzeugen) des Trägervereins. Seit Öffnung des Museums haben 684 Schulklassen aus der Region das Museum besucht. Im Jahr 2010 waren es ca. 100 Schulklassen.
Das Museum ist das einzige seiner Art in den alten Bundesländern. Schon deshalb hat es eine besondere Bedeutung für die Erinnerung an die SED-Diktatur und an den Alltag in der DDR. Schon seit vielen Jahren bemüht sich Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., eine tragfähige Lösung für die dauerhafte Sicherung des „DDR-Museums“ zu finden. Allerdings schlugen etliche Versuche hochrangiger Persönlichkeiten in den vergangenen Jahren, verschiedene Seiten zur Übernahme der Trägerschaft zu bewegen, fehl. Vor diesem Hintergrund hat sich unsere Vereinigung nun zum Ziel gesetzt, im engen Zusammenspiel mit Sammler und Trägerverein sowie mit der Unterstützung der Stadt Pforzheim im Herbst 2011 eine Stiftung zu gründen und um Stifter und Spender zu werben.
Parallel zu den notwendigen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Akquisition von Stiftungskapital sollen verschiedene Projekte durchgeführt werden, um die Sammlung zu sichern und das Museum nach zeitgemäßen museumsdi-daktischen Anforderungen umzugestalten.
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