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Rainer Eppelmann erhielt den Preis "Gegen Vergessen – Für Demokratie" 2009

In Würdigung seiner Verdienste für Freiheit und Demokratie in Zeiten der Diktatur und der Friedlichen Revolution von 1989 sowie für die Übernahme politischer Verantwortung in Umbruchszeiten und für seine Verdienste bei der Aufarbeitung des SED-Unrechts zeichnete Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Rainer Eppelmann aus.

Von links: Eberhard Diepgen, Joachim Gauck, Rainer Eppelmann und Bernd Faulenbach  
Von links: Eberhard Diepgen, Joachim Gauck, Rainer Eppelmann und Bernd Faulenbach
"Rainer Eppelmann hat über viele Jahre ausdauernd und fantasievoll gegen das SEDRegime opponiert. Als Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs übernahm er in der Umbruchszeit und darüber hinaus als Minister und Parlamentarier politische Verantwortung", so Joachim Gauck, Vorsitzender der bundesweiten Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., zur Entscheidung der Jury. In allen politischen Ämtern, besonders aber in seiner jetzigen Tätigkeit als Vorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, betreibe Eppelmann die Auseinandersetzung mit dem SEDUnrecht "stets als Herzensangelegenheit".

Die Verleihung fand am Sonntag, den 8. November 2009, um 10.00 Uhr in der Friedrich- Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn, statt. Zur Einführung sprachen Ingrid Matthäus-Maier und Prof. Dr. Bernd Faulenbach. Die Laudatio auf den Preisträger hielt der Vorsitzende von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Dr. h.c. Joachim Gauck. Der Liedermacher Stefan Krawczyk begleitete die Veranstaltung musikalisch.

Mit der Auszeichnung würdigt die 1993 gegründete Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. besonderes Engagement bei der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit oder dem Rechtsextremismus. Der von der "Frauke-Weber-und-Rainer-Braam- Stiftung" gestiftete und mit € 7.500 dotierte Preis wird jährlich vergeben. Erster Preisträger war im Jahr 2005 der frühere Bundespräsident Johannes Rau. Im Jahr 2006 wurde die Musikgruppe "Die Prinzen", 2007 das Maximilian-Kolbe-Werk und 2008 Dr. Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußballbundes, ausgezeichnet. Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. ist eine überparteiliche, bundesweit tätige Vereinigung. Über 2.000 Mitglieder setzen sich in 26 Regionalen Arbeitsgruppen dafür ein, die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen und die SED-Diktatur wach zu halten. Weitere Schwerpunkte der Arbeit sind die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und politischer Teilhabe sowie die Auseinandersetzung mit politischem Extremismus.